Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies
​​​​​Nachträglicher Erwerb von 30 CP im MAPB
Wichtiger Hinweis:
Die Entscheidung über eine Zulassung unter der Auflage 30 CP bis zur Anmeldung der Masterthesis nachzuholen, wird im Rahmen des Bewerbungsverfahrens getroffen. Wir​ bitten Sie deshalb, von Anfragen für eine Vorabprüfung abzusehen.

​​​Ausgehend von der Regelung in §4 Abs. 2 der Prüfungsordnung (MaPO PB) gibt es für Studierende, die mit einem Abschluss von nur 180 CP eingeschrieben wurden, drei Optionen für den nachträglichen Erwerb von 30 CP (entspricht der regulären Studienleistung eines Semesters in einem Vollzeit-Studiengang).

1. Nachweis von 30 CP durch Praxisleistungen

  • Als Praxisleistungen im Umfang von mindestens 640 Stunden können nur Nachweise anerkannt werden, die zeitlich nach dem Studienabschluss mit 180 CP liegen. Die Anerkennung der Praxisstellen wird individuell geprüft!
  • Inhaltlich müssen die Praxisleistungen dem Praxismodul BA " Sozialarbeit/Sozialpädagogik" (SA/SP) oder dem Praxismodul PR "Pädagogik der Kindheit und Familienbildung" (PKF) entsprechen (26 CP).
  • Die Praxisstunden können in einem Block in einer Einrichtung absolviert werden oder in max. 3 Teilen mit je mind. 224 Stunden (= 9 CP), Krankheitstage müssen nachgeholt werden.
  • Zusätzlich ist eine von der oder den Praxisstellen unabhängige Begleitung oder Reflexion (Praxisbericht) zu leisten/nachzuweisen (4 CP). Beratung hierzu unbedingt bei der Beratungspraxiskoordination einholen.
  • Praxisleistungen, die Teil eines 180 CP Bachelorabschlusses sind und bereits im Rahmen der Zulassung  als 'Praxisleistung' anerkannt wurden, können NICHT mehr für die Anerkennung nachzuholender 30 CP berücksichtigt werden. 

Die Praxisleistungen sind in einer Einrichtung zu absolvieren, die den Qualitätsstandards im BA-Studiengang SA/SP und PKF für studienintegrierte Praktika in Deutschland entspricht
https://soz-kult.hs-duesseldorf.de/studium/praxis/ba-sasp/Documents/Qualitätsstandards%20für%20Praxisstellen%20Praxisreferat%202015.pdf


2. Nachweis von 30 CP durch Studienleistungen

  • Studienleistungen müssen nach dem Studienabschluss mit 180 CP geleistet werden.
  • Anerkannt werden können Leistungen in einem Studiengang der Sozialen Arbeit (z. B. Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Soziale Arbeit) oder Pädagogik (inkl. Kindheitspädagogik) oder in einem vergleichbaren Studiengang (§4 Abs.1 Nr. 1) oder vergleichbare Studienleistungen in einem anderen Studiengang, wenn sie sich von Studienleistungen in den genannten Studiengängen nicht wesentlich unterscheiden.
  • Die Studienleistungen müssen sich von den Leistungen unterscheiden, die für die Zulassung zum Masterstudium bereits anerkannt worden sind (d.h. die CP müssen in Seminaren erworben worden sein, die NICHT im Rahmen des BA-Studiengang belegt wurden, der zur MAPB Zulassung berechtigt).
  • Die Studienleistungen müssen sich von den Studienleistungen unterscheiden, die im MAPB erworben werden.
  • Empfohlen werden Studienleistungen aus dem Schwerpunkt „Beratung“.
  • Es wird jeweils die Anzahl CP gutgeschrieben, die das Modulhandbuch für die erfolgreich absolvierte Prüfung im belegten Seminar/Modul ausweist. 

3. Nachweis von 30 CP mit einer Kombination aus Praxisleistungen und Studienleistungen

  • Sie können sich auch dafür entscheiden, 30 CP in einer Kombination aus Praxis- und Studienleistungen nachzuholen. In diesem Falle gelten die unter Punkt 1 und 2 aufgeführten inhaltlichen Voraussetzungen für Praxis- und Studienleistungen.
  • Die Anzahl der anerkannten CP hängt vom zeitlichen Umfang der zur Anerkennung eingereichten Leistungen ab (1 CP entspricht 26 h).
  • Für Studienleistungen gilt, dass die jeweilige im Modulhandbuch für das belegte Seminar/Modul ausgewiesene Anzahl CP gutgeschrieben wird.

​Über die Anerkennung der 30 CP entscheidet nach Einreichung der Leistungsbescheinigungen (Praxis- und/oder Prüfungsbescheinigungen) die Zulassungskommission des M.A. Soziale Arbeit und Pädagogik mit Schwerpunkt Psychosoziale Beratung.


 Was ist bei der Organisation von Studienleistungen außerhalb des MAPB zu beachten?
  • Im neu halbjährlich erscheinenden Kommentierten Vorlesungsverzeichnis (KomVor, Veröffentlichung Anfang Februar bzw. Anfang August) für das kommende Semester geeignete Lehrveranstaltungen auswählen
  • Die Dozent*nnen der ausgewählten Lehrveranstaltungen kontaktieren mit der Bitte teilnehmen und eine Prüfung ablegen zu dürfen
  • Die bestandene Prüfung zur jeweiligen Lehrveranstaltung auf dem Formular von den Dozent*innen bescheinigen lassen

  • Die Prüfungsbescheinigung bei der Studiengangskoordination einreichen.


Bei der Zulassungskommission einzureichende Unterlagen
  1. Nachweis über Praxiserfahrungen bzw. Studienleistungen im Umfang von 30 CP nach dem Studienabschluss mit 180 CP

  2. Ausführliche Leistungsübersicht zum BA-Zeugnis (das zur MAPB-Zulassung berechtigte) als Nachweis zur Einhaltung des prüfungsrechtlichen Grundsatzes, dass nicht zweimal für die gleichen Studieninhalte CP vergeben werden.

  3. Empfehlenswert ist außerdem eine persönliche Stellungnahme mit inhaltlicher Begründung, inwiefern die erbrachten Leistungen nach Ansicht der Antragsteller*in die hier    aufgelisteten Vorgaben der MAPO (eindeutig und lückenlos!) erfüllen​.


 

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Welche Studienleistungen werden als einschlägig (Schwerpunkte und Methoden der empirischen Sozialforschung) im Zulassungsverfahren anerkannt?

Einschlägige Schwerpunktleistungen:

Die Studieninteressierten müssen im Bewerbungsprozess eindeutig nachweisen, dass sie in den Schwerpunkten „Beratung“, „Gesundheit“ und / oder „Entwicklungsförderung“ INSGESAMT bereits 15 ECTS mit jeweils einer Note von mind. 2,5 erworben haben. Unbenotete Angaben können nicht berücksichtigt werden. Die Inhalte der qualifizierenden Schwerpunkte müssen äquivalent sein zu den Inhalten der Schwerpunktmodule S bzw. SP 2 „Schwerpunkt Beratung,  S bzw. SP 7 „Schwerpunkt Gesundheit“  und S 14 bzw. SP 10 „Schwerpunkt Entwicklungsförderung“ aus den Modulhandbüchern der Bachelorstudiengänge „Sozialarbeit/Sozialpädagogik“ (https://soz-kult.hs-duesseldorf.de/studium/studiengaenge/ba-sasp/modulhandbuch) oder „Pädagogik der Kindheit und Familienbildung“ (https://soz-kult.hs-duesseldorf.de/studium/studiengaenge/ba-pkf/modulhandbuch). Schwerpunktveranstaltungen oder Vertiefungsmodule/-seminare sind im Studienverlaufsplan des qualifizierenden BA-Studiengangs in einem fortgeschrittenen bzw. im letzten Studienabschnitt vorgesehen. Grundlagen- und Einführungsveranstaltungen aus der Studieneingangsphase erfüllen die Anforderungen in der Regel nicht. Der Schwerpunktcharakter des von Ihnen belegten einschlägigen Moduls oder Seminars muss aus den Bewerbungsunterlagen eindeutig hervorgehen. Zusätzlich zu stichpunktartigen Erläuterungen im Rahmen der Online -Bewerbung laden Sie zusätzlich Nachweise im dafür vorgesehenen Uploadbereich hoch. Das können z. B. Kopien der Beschreibungen aus Ihrem Modulhandbuch oder Kopien von Seminarbeschreibungen aus Ihrem Vorlesungsverzeichnis sein.  

Leistungen in Methoden der empirischen Sozialforschung:

Die Bewerber*innen müssen im Bewerbungsprozess ferner nachweisen, dass sie mind. 5 CP in Methoden der empirischen Sozialforschung erworben haben, entsprechend folgender Kompetenzen (vgl. Modul PP im  Modulhandbuch B.A. PKF​  oder Module Propädeutik oder MPS im Modulhandbuch B.A. SP/SA)​: Techniken und Methoden wissenschaftlichen Arbeitens, qualitative und quantitative Techniken und Methoden der empirischen Sozialforschung, Methoden der Konzeptentwicklung, Moderations- und Präsentationstechniken​ sowie kulturwissenschaftliche Grundlagen aus unterschiedlichen Fachgebieten. Zudem haben Sie im Rahmen eines einschlägigen Seminars/Moduls Fähigkeiten erworben zur Aktion und Kommunikation im wissenschaftlichen Feld, zur respektvollen, gesellschaftlich sensiblen und aktivierenden Datensammlung bei Menschen sowie grundlegende Fähigkeiten zur interkulturellen Verständigung. 

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Was zählt als „einschlägige Praxiserfahrung“ im Zulassungsverfahren?

Als einschlägige Praxiserfahrung werden im Rahmen des Bewerbungsverfahrens ausschließlich Praxisleistungen aus Pflichtpraktika während des qualifizierenden Bachelorstudiums anerkannt oder praktische Tätigkeiten, die zeitlich NACH Abschluss des Bachelorstudiums geleistet wurden. Es sind mindestens 640 Arbeitsstunden  verbindlich nachzuweisen (26 CP). Zusammen mit einer unabhängigen Praxisbegleitung und einem Abschlussbericht (4 CP) sind diese Praxisleistungen formal ​äquivalent zu den geforderten Leistungen im „Modul zur Erlangung der staatlichen Anerkennung“ der Bachelorstudiengänge „Sozialarbeit/Sozialpädagogik“ (s. Modulhandbuch B.A. SP/SA​) bzw.  bzw. „Pädagogik der Kindheit und Familienbildung“ (s. Moduhandbuch B.A. PKF​ ). Zum Nachweis der zu erbringenden Praxisleistungen im Umfang von mindestens 640 Arbeitsstunden können Sie auch mehrere Praktika angeben, wobei pro Praxisstelle mindestens 224 Stunden am Stück absolviert und bescheinigt sein müssen. 
Es ist darüber hinaus von allen Bewerber*innen darzulegen - auch den Bachelor-Absolvent*innen der HSD - dass die Praxistätigkeit auch Beratungstätigkeiten enthalten hat​. 

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Erläuterungen zum NC-Verfahren im Masterstudiengang Soziale Arbeit und Pädagogik mit Schwerpunkt Psychosoziale Beratung

Zulassungsverfahren mit Numerus Clausus (NC) im M.A. Soziale Arbeit und Pädagogik mit Schwerpunkt Psychosoziale Beratung (MAPB)

Masterstudiengänge haben häufig nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen. So ist es auch im Masterstudiengang MAPB. Zu jedem Wintersemester werden 32 Studienplätze vergeben und in jedem Jahr gibt es weitaus mehr zulassungsfähige* Bewerberinnen und Bewerber als verfügbare Studienplätze.

Deshalb gilt der Studiengang MAPB als zulassungsbeschränkt.


Was ist der Numerus Clausus?

"Numerus Clausus" ist lateinisch und bedeutet wörtlich übersetzt "begrenzte Anzahl". Der NC bezieht sich auf die Anzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze des jeweiligen Zulassungssemsters und ist eine sogenannte Auswahlgrenze. Diese ist abhängig ist von den aktuellen Mitbewerberinnen und Mitbewerbern. Je besser die durchschnittliche Bachelor-Abschlussnote aller Bewerberinnen und Bewerber ist, desto höher liegt der NC. D. h. der NC für das jeweilige Erstsemester wird erst am Ende des Bewerberverfahrens ermittelt.

Die NC-Werte früherer Semester können hier als Orientierungshilfe dienen. Sie sind jedoch keine Garantie für zukünftige Auswahlgrenzen.

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Beispiel:

Angenommen, zum Wintersemester 2019/20 bewerben sich 400 Bewerberinnen und Bewerber für den Masterstudiengang MAPB an der Hochschule Düsseldorf. Davon erfüllen 150 Bewerberinnen und Bewerber alle Bewerbungsvoraussetzungen. Es stehen aber nur 32 Studienplätze zur Verfügung. Die Zulasssungsstelle der Hochschule erstellt einen Rangliste dieser 150 potenziell zulassungsfähigen Studienbewerberinnen und -bewerber. Ganz vorn stehen diejenigen mit den besten Bachelor-Abschlussnoten. Die ersten 32 auf der Liste erhalten einen Zulassungsbescheid. Angenommen, die Person Nr. 32 hat eine Bachelor-Abschlussnote von 1,5, dann läge auch der NC für das Zulassungssemester 2019/20 bei 1,5. 

Gibt es mehrere Bewerberinnen und Bewerber mit der Bachelor-Abschlussnote 1,5, entscheidet das Los über die Rangreihenfolge.

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* Als zulassungsfähig werden alle diejenigen Bewerberinnen und​ Bewerber für das Auswahlverfahren berücksichtigt, die die in der Master-Prüfungsordnung MAPB-PO) festgelegten Voraussetzungen erfüllen.