Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

Prüfungsordnung für den Masterstudiengang  „Psychosoziale Beratung“ (MaPO PB) an der Hochschule Düsseldorf

Vom 05.05.2017
Geändert durch 1. Änderungssatzung vom 13.03.2018

Aufgrund der §§ 2 Abs. 4, 64 Abs. 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (HG NRW) vom 16.09.2014 (GV. NRW. S. 547) in der aktuell gültigen Fassung hat die Hochschule Düsseldorf die folgende studiengangspezifische Prüfungsordnung als Satzung erlassen. Diese Prüfungsordnung gilt nur in Verbindung mit der Rahmenprüfungsordnung des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf (RahmenPO) vom 25.08.2015 in der jeweils gültigen Fassung.

 

Inhaltsverzeichnis

I.        Allgemeines


§ 1       Geltungsbereich der Prüfungsordnung; Studiengang
§ 2       Studiengangspezifische Ziele des Studiums
§ 3       Mastergrad
§ 4       Studienvoraussetzungen
§ 5       Regelstudienzeit; Gliederung des Studiums; Studienumfang

II.    Masterprüfung


§  6      Umfang und Art der Masterprüfung
§  7      Bewertung von Modulprüfungen
§  8      Praxisanteile
§  9      Zulassung zur Master-Thesis
§ 10     Bildung der Gesamtnote der Masterprüfung

III.   Schlussbestimmungen


§ 11     In-Kraft-Treten


Anlage 1: Studienverlaufsplan
Anlage 2: Studien- und Prüfungsplan


I. Allgemeines

§ 1 – Geltungsbereich der Prüfungsordnung; Studiengang

 

Diese Prüfungsordnung gilt für das Studium im Master-Studiengang „Psychosoziale Beratung“ des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf.

 

 

§ 2 – Studiengangspezifische Ziele des Studiums

 

Auf der Grundlage der in § 2 Abs. 1 RahmenPO bestimmten Ziele soll das Studium im Masterstudiengang „Psychosoziale Beratung“ zu Kompetenzen in der Arbeit mit ratsuchen­den Menschen unterschiedlichen Alters in verschiedenen Lebenslagen befähigen. Gleichrangig dazu befähigt das Studium zur Beratungspraxisforschung einschließlich der eigenständigen Anwendung von Forschungsmethoden, die eine akademische Auseinandersetzung und Reflexion entsprechend anerkannter wissenschaftlicher Standards bis hin zu einer anschließend möglichen Promotion erlauben.

 

§ 3 – Mastergrad

 

Aufgrund der bestandenen Masterprüfung verleiht die Hochschule Düsseldorf den akademischen Grad „Master of Arts“, abgekürzt „M.A.“.

 

 

§ 4 – Studienvoraussetzungen

 

(1)     Studienvoraussetzungen für die Aufnahme des Studiums im unter § 1 genannten Master-Studiengang sind:

  1. Ein Bachelor-Abschluss oder ein vergleichbarer Hochschulabschluss in einem Studiengang der Sozialen Arbeit (z. B. Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Soziale Arbeit, Kindheitspädagogik). Absolventinnen und Absolventen eines natur-, bildungs- oder gesellschaftswissenschaftlichen Studiengangs in einem anderen Bereich (z. B. Erziehungswissenschaft, Soziologie, Politik- oder Sozialwissenschaft, Pädagogik, Psychologie) können für die Zulassung ebenfalls berücksichtigt werden, wenn sie die weiteren Bedingungen erfüllen. Das Bachelor- oder vergleichbare Hochschulstudium muss mit mindestens 210 ECTS-Punkten und einer Durchschnittsnote von mindestens 2,5 abgeschlossen worden sein.

  2. Einschlägige Praxiserfahrungen im Umfang von mindestens 640 Arbeitsstunden.

  3. Nachweis von erfolgreich absolvierten Prüfungsleistungen im Umfang von insgesamt mindestens 15 ECTS-Punkten und jeweils einer Mindestnote von 2,5 aus einem der im Folgenden genannten Module
    - Schwerpunkt Beratung
    - Schwerpunkt Entwicklungsförderung
    - Schwerpunkt Gesundheit
    des BA Sozialarbeit/Sozialpädagogik bzw. des BA Pädagogik der Kindheit und Familienbildung. Bei Studierenden, die nicht eines der vorgenannten Module besucht haben, können ersatzweise auch andere vergleichbare Prüfungsleistungen anerkannt werden. Vergleichbare Studien- und Prüfungsleistungen aus anderen Studiengängen werden anerkannt, wenn sie sich von den Leistungen, die sie ersetzen sollen, nicht wesentlich unterscheiden. § 7 Abs. 1 bis 3 und 8 der RahmenPO gilt entsprechend.

(2)     Abweichend von Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 kann eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber mit einem Bachelor-Abschluss oder einem vergleichbaren Hochschulabschluss in einem Studiengang der Sozialen Arbeit oder Kindheitspädagogik mit 180 ECTS-Punkten und einer Durchschnittsnote von mindestens 2,5 unter Auflage zugelassen werden. Die Auflage gilt als erfüllt, wenn die Studienbewerberin oder der Studienbewerber bis zum Antrag auf Zulassung zur Master-Thesis Nachweise über fachlich angeleitete und mit den Inhalten des Master-Studiums in Verbindung stehende Praxiserfahrungen im Umfang von mindestens 640 Stunden sowie einer von der oder den Praxisstellen unabhängigen Begleitung oder Reflexion vorlegt. Ist in dem Studienabschluss nach Abs. 1 Nr. 1 ein Praxisanteil von mindestens 100 Tagen enthalten, können auch Leistungen im Umfang von 30 CP in einem Studiengang gemäß Abs. 1 Nr. 1 zur Erfüllung der Auflage anerkannt werden, sofern hinsichtlich der Studien- und Prüfungsleistungen kein wesentlicher Unterschied besteht bzw. im Falle von außerhochschulischen Leistungen diese gleichwertig sind. Die Praxiserfahrungen gem. Satz 2 oder die Leistungen gem. Satz 3 müssen nach dem Abschluss gem. Abs. 1 Nr.1 erbracht worden sein. Hierfür werden den Studierenden 30 Creditpoints angerechnet. Vergleichbare Studien- und Prüfungsleistungen aus anderen Studiengängen werden anerkannt, wenn sie sich von den Leistungen, die sie ersetzen sollen, nicht wesentlich unterscheiden.

(3) Abweichend von Absatz 1 Nummer 2 kann eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber zugelassen werden, die oder der den Nachweis der Praxiserfahrung zum Zeitpunkt der Einschreibung nicht erbringen kann. Der entsprechende Nachweis muss in diesem Fall spätestens bis zum Antrag auf Zulassung zur Master-Thesis nachgereicht werden

(4) Zugang zum Studiengang können auch Bewerberinnen und Bewerber erlangen, die zum Zeitpunkt des Bewerbungsschlusses die Studienvoraussetzung gem. Abs. 1 Nr. 1 noch nicht nachweisen können, sofern sie das Fehlen nicht zu vertreten haben. Für die Feststellung der Eignung wird die Studienvoraussetzung vorläufig durch den Nachweis einer nach den bis zum Bewerbungszeitpunkt vorliegenden Prüfungsleistungen ermittelten Durchschnittsnote ersetzt. Der Nachweis über die Erfüllung der Studienvoraussetzung gem. Abs. 1 Nr. 1 ist spätestens fünf Monate nach Ablauf der Bewerbungsfrist zu erbringen; andernfalls erlischt die Einschreibung.

(5) Für die Durchführung des Verfahrens nach Abs. 1 bis 4 bestellt der Fachbereichsrat eine Kommission aus mindestens drei nach § 10 der RahmenPO geeigneten Prüfern oder Prüferinnen des Masterstudiengangs. Entscheidungen über die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen im Rahmen des Verfahrens nach Absatz 1 und 2 fallen abweichend von § 7 Abs. 6 der RahmenPO in die Zuständigkeit der Kommission. § 7 Abs. 6 S. 4 und 5 der RahmenPO gelten entsprechend. Die Amtszeit der Kommission beträgt zwei Jahre.

 

 

§ 5 – Regelstudienzeit; Gliederung des Studiums, Studienumfang

 

(1)     Die Regelstudienzeit beträgt im Studiengang „Psychosoziale Beratung“ drei Semester.

(2)     Der Gesamtstudienumfang beträgt 41 Semesterwochenstunden (SWS). Die Verteilung der Semesterwochenstunden im Einzelnen ergibt sich aus dem Studienverlaufsplan in Anlage 1.

(3)     Für das gesamte Studium werden insgesamt 90 Credit Points (CP) vergeben.

(4)     Im Falle des § 4 Abs. 2 werden für das gesamte Studium insgesamt 120 CP vergeben.



II.    Masterprüfung

§ 6  – Umfang und Art der Masterprüfung

 

Die Masterprüfung besteht nach Maßgabe des Studien- und Prüfungsplans (Anlage 2) aus den Modulprüfungen in den Modulen:

MB1: Interdisziplinäre Grundlagen der Beratung 9 CP
MB2: Psychosoziale und Klinische Diagnostik
​6 CP
MB3: Rechtliche Grundlagen spezifischer Beratungskontexte
​5 CP
MB4: Beratungsmethoden und -strategien I
  6 CP
MB5: Beratungsmethoden und -strategien II
  8 CP
MB6: Beratungspraxis   16 CP
MB7: Selbstrefelxion   9 CP
MB8: Beratungspraxisforschung
  6 CP
MB9: Praxisforschung und Qualitätsmanagement 
  3 CP
MB10: Master-Thesis  20 CP
MB11: Master-Kolloquium
  2 CP


§ 7 – Bewertung von Modulprüfungen

 

Abweichend von § 17 Abs. 10 der RahmenPO werden die Prüfungen im Modul MB6 und die Prüfung im Modul MB7 mit dem Ergebnis „bestanden“ bzw. „nicht bestanden“ benotet.

 

 

§ 8 – Praxisanteile


(1)    Die Praxisanteile des Studiums bestehen aus dem Modul MB6 Beratungspraxis.

(2)    In den Praxisanteilen gemäß Abs. 1 finden zwei Prüfungen statt.

(3)    Die erfolgreiche Ableistung der Beratungspraxis wird durch Dokumentationen in Form schriftlicher Protokolle nachgewiesen, welche die Prüfungsleistungen in diesem Modul darstellen.

(4)    Die weiteren Bedingungen und die Organisation der Praxisanteile regelt die Praxisordnung.


§ 9 – Zulassung zur Master-Thesis und zum Kolloquium

 

(1)     Zur Master-Thesis wird zugelassen, wer mindestens 51 CP erworben hat.

(2)     Zum Kolloquium wird zugelassen, wer bis zu dem vom Prüfungsausschuss hierfür jeweils festgesetzten Termin sämtliche anderen im Rahmen der Prüfungsordnung erforderlichen Modulprüfungen nachgewiesen und die Master-Thesis mit mindestens "ausreichend" bestanden hat.

 

 

§ 10  – Bildung der Gesamtnote der Masterprüfung


Aus den Noten der folgenden Modulprüfungen, der Master-Thesis und des Kolloquiums wird eine Gesamtnote gebildet. Bei der Bildung der Gesamtnote werden die Noten der Module wie folgt gewichtet:

MB1: Interdisziplinäre Grundlagen der Beratung 15 %
MB2: Psychosoziale und Klinische Diagnostik
​10 %
MB3: Rechtliche Grundlagen spezifischer Beratungskontexte
​10 %
MB4: Beratungsmethoden und -strategien I
  10 %
MB5: Beratungsmethoden und -strategien II
  15 %
MB8: Beratungspraxisforschung
  10 %
MB9: Praxisforschung und Qualitätsmanagement 
  5 %
MB10: Master-Thesis  20 %
MB11: Master-Kolloquium
  5 %

 


III.    Schlussbestimmungen

§ 11 – In-Kraft-Treten

 

(1)    Diese Prüfungsordnung tritt am Tag nach ihrer nach ihrer Veröffentlichung im Verkündungsblatt der Hochschule Düsseldorf in Kraft. Sie gilt für alle Studentinnen und Studenten des Masterstudiengangs „Psychosoziale Beratung“, die ihr Studium ab dem Wintersemester 2017/2018 aufgenommen haben.

(2)    Diese Prüfungsordnung wird im Verkündungsblatt der Hochschule Düsseldorf veröffentlicht.

Hier finden Sie die aktuelle Prüfungsordnung, für Studierende, die ab dem WS 2017/18 ihr Studium beginnen.

An anderer Stelle finden Sie:

Die Prüfungsordnung auf dieser Seite ist eine nicht-amtliche Lesefassung der Prüfungsordnung Psychosoziale Beratung 2017. Lesefassungen dienen der besseren Lesbarkeit von Ordnungen, die durch eine oder mehrere Änderungsordnungen geändert worden sind. In ihnen sind die Regelungen der Ausgangs- und Änderungsordnungen zusammengestellt. Rechtlich verbindlich sind nur die originären Ordnungen und Änderungssatzungen in den amtlichen Mitteilungen, die im Verkündungsblatt der Hochschule veröffentlicht werden, nicht jedoch die lesbaren Fassungen. Verbindlich sind für die Prüfungsordnung Psychosoziale Beratung 2017: