Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

Prüfungsordnung für die Bachelorstudiengänge „Sozialarbeit/Sozialpädagogik“ und „Sozialarbeit/Sozialpädagogik (Teilzeit)“ (BaPO Soz) an der Hochschule Düsseldorf

Vom 25.08.2015

Aufgrund der §§ 2 Abs. 4, 64 Abs. 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (HG NRW) vom 16.09.2014 (GV.NRW S. 547) in der aktuell gültigen Fassung hat die Hochschule Düsseldorf die folgende studiengangspezifische Prüfungsordnung als Satzung erlassen. Diese Prüfungsordnung gilt nur in Verbindung mit der Rahmenprüfungsordnung des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf (RahmenPO) vom 25.08.2015 in der jeweils gültigen Fassung.



Inhaltsverzeichnis

I. Allgemeines

§ 1     Geltungsbereich der Prüfungsordnung; Studiengang
§ 2     Studiengangspezifische Ziele des Studiums
§ 3     Bachelorgrad; Staatliche Anerkennung
§ 4     Studienvoraussetzungen
§ 5     Regelstudienzeit; Gliederung des Studiums; Studienumfang

II. Bachelorprüfung

§ 6     Umfang und Art der Bachelorprüfung
§ 7     Bewertung von Modulprüfungen
§ 8     Praxisanteile
§ 9     Zulassung zur Bachelor-Thesis
§ 10   Bildung der Gesamtnote der Bachelorprüfung

III. Schlussbestimmungen

§ 11   In-Kraft-Treten

Anlage 1:  Studienverlaufsplan des Studiengangs „Sozialarbeit/Sozialpädagogik“
Anlage 2:  Studienverlaufsplan des Studiengangs „Sozialarbeit/Sozialpädagogik (Teilzeit)“
Anlage 3:  Studien- und Prüfungsplan



I.    Allgemeines

§ 1 – Geltungsbereich der Prüfungsordnung; Studiengang


Diese Prüfungsordnung gilt für das Studium in den Bachelor-Studiengängen „Sozialarbeit/Sozial­pädagogik“ und „Sozialarbeit/Sozialpädagogik (Teilzeit)“ des Fachbereichs Sozial- und Kultur­wissenschaften der Hochschule Düsseldorf.


§ 2 – Studiengangspezifische Ziele des Studiums


Auf der Grundlage der in § 2 Abs. 1 RahmenPO bestimmten Ziele, soll das Studium in den Bachelor-Studiengängen „Sozialarbeit/Sozialpädagogik“ und „Sozialarbeit/Sozialpädagogik (Teilzeit)“ die Studierenden befähigen, individuelle und gesellschaftliche Strukturen in ihrer wechselseitigen Ab­hängigkeit zu erkennen, zu analysieren und zu ihrer Verbesserung die grundlegenden Handlungs­strategien der Sozialarbeit und der Sozialpädagogik einzusetzen und zu überprüfen.


§ 3 – Bachelorgrad; Staatliche Anerkennung


Aufgrund der bestandenen Bachelorprüfung verleiht die Hochschule Düsseldorf den akademischen Grad „Bachelor of Arts“, abgekürzt „B.A.“. Zugleich wird die Staatliche Anerkennung als „Sozialarbeiterin/ Sozialpädagogin“ oder „Sozialarbeiter/Sozialpädagoge“ verliehen.


§ 4 – Studienvoraussetzungen


(1) Studienvoraussetzungen für die Aufnahme des Studiums in den unter § 1 genannten Bachelor-Studiengängen sind:

  1. die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife oder eine vom zuständigen Ministerium als gleichwertig anerkannte Vorbildung; weiterhin wird gemäß § 49 Abs. 9 HG NRW zum Studium zugelassen, wer sich ohne Vorliegen der Voraussetzungen gemäß S. 1 erfolgreich einer Zugangsprüfung in Form einer externen Feststellungsprüfung i. S. d. Feststellungsprüfungs­ordnung Hochschule NRW in der jeweils gültigen Fassung unterzieht

    und

  2. der Nachweis eines Vorpraktikums von zehn Wochen Dauer (Vollzeit); alternativ kann das Praktikum auch in Teilzeit über eine Dauer von maximal 20 Wochen, dann bei einer Arbeitszeit von mindestens 50 % der regelmäßigen Vollzeit-Arbeitszeit in der Einrichtung, erbracht werden

(2) Der Nachweis nach Abs. 1 Nr. 2 gilt als erbracht, wenn die Studienbewerberin oder der Studien­bewerber die Qualifikation für das Studium durch das Zeugnis der Fachhochschulreife einer Fachober­schule für Sozialpädagogik/Sozialarbeit erworben hat.

(3) Einschlägige Ausbildungs- und Berufstätigkeiten, einschließlich anrechenbarer Zeiten des Wehr- oder Zivildienstes, werden auf das Vorpraktikum angerechnet.

(4) Das Vorpraktikum ist vor Aufnahme des Studiums abzuleisten und bei der Einschreibung nachzu-weisen.

(5) Das Vorpraktikum soll der Praktikantin oder dem Praktikanten einen Einblick in Aufgaben und Arbeitsweisen der Sozialarbeit/Sozialpädagogik verschaffen. Es kann in allen Einrichtungen von Trägern der Jugend-, Sozial- und Gesundheitshilfe, bei Einrichtungen der Kirchen und bei Trägern außerschu-lischer Bildungsarbeit abgeleistet werden, sofern gesichert ist, dass der Praktikant oder die Praktikantin überwiegend für Tätigkeiten in der Sozialen Arbeit eingesetzt wird.


§ 5 – Regelstudienzeit; Gliederung des Studiums, Studienumfang


(1) Die Regelstudienzeit beträgt im Studiengang „Sozialarbeit/Sozialpädagogik“ sieben Semester und im Studiengang „Sozialarbeit/Sozialpädagogik (Teilzeit)“ zwölf Semester.

(2) Das Studium gliedert sich in die Studieneingangs-, Studienaufbau- und Studienabschlussphase.

(3) Der Gesamtstudienumfang beträgt 116 Semesterwochenstunden (SWS). Die Verteilung der Semesterwochenstunden im Einzelnen ergibt sich aus dem Studienverlaufsplan in Anlage 1 (Vollzeit) bzw. Anlage 2 (Teilzeit).

(4) Für das gesamte Studium werden insgesamt 210 Leistungspunkte (LP) vergeben. Davon entfallen 63 LP auf die Studieneingangs-, 87 LP auf die Studienaufbau- und 60 LP auf die Studienabschlussphase.

(5) Wird die Praxistätigkeit im Modul zur staatlichen Anerkennung gestreckt über die Dauer von zwei Semestern erbracht, so werden für die Praxistätigkeit abweichend von § 11 Abs. 2 RahmenPO im ersten Semester für jeweils angefangene 25 Stunden Praxistätigkeit ein Leistungspunkt und im zweiten Semester die verbleibenden Leistungspunkte vergeben, um insgesamt die 26 für die Praxistätigkeit vorgesehenen Leistungspunkte zu erreichen.

(6) Wird die Praxistätigkeit im Modul zur staatlichen Anerkennung im Studiengang „Sozialarbeit/ Sozial­pädagogik (Teilzeit)“ in einem Semester erbracht, so werden für dieses Semester abweichend von
§ 11 Abs. 2 RahmenPO 30 Leistungspunkte zugrunde gelegt.


II.      Bachelorprüfung

§ 6 – Umfang und Art der Bachelorprüfung


Die Bachelorprüfung besteht nach Maßgabe des Studien- und Prüfungsplans in Anlage 3 aus

  1. den Prüfungen in den Modulen:
    - ​M1 Mentoring/Coaching ​2 LP
    - IM Interdisziplinäres Modul
    6 LP
    - P Propädeutik 10 LP
    - G1 Professionelle Identität 12 LP
    - G2 Menschliche Entwicklung im sozialen Umfeld
    6 LP
    - G3 Gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungen
    12 LP
    - G4 Rechtliche, sozialpolitische, institutionelle und sozialwirtschaftliche Bedingungen 9 LP
    - G5 Kultur, Ästhetik, Medien
    6 LP
    - MPS Mentoring/Coaching 2 und Methoden empirischer Praxis- und Sozialforschung 4 LP
    - PM Praxismodul 10 LP
    - A1 Professionelle Identität
    6 LP
    - A2 Menschliche Entwicklung im sozialen Umfeld
    12 LP
    - A3 Gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungen
    6 LP
    - A4 Rechtliche, sozialpolitische, institutionelle und sozialwirtschaftliche Bedingungen 12 LP
    - A5 Kultur, Ästhetik, Medien 12 LP
    - SA Modul zur Erlangung der Staatlichen Anerkennung
    30 LP
    - WM Wahlmodul
    12 LP
    - BTB Thesis Begleitmodul
    4 LP


  2. zwei Prüfungen in einem der folgenden Schwerpunktmodule:
    - S1 Schwerpunkt Arbeitsmarkt, Beruflichkeit und Soziale Arbeit
    10 LP
    - S2 Schwerpunkt Beratung
    10 LP
    - S3 Schwerpunkt Bewegungs- und Erlebnispädagogik
    10 LP
    - S4 Schwerpunkt Bildung und Soziale Arbeit
    10 LP
    - S5 Schwerpunkt Digitale Medien, Massenmedien und computervermittelte Kommunikation10 LP
    - S6 Schwerpunkt Exklusion-Inklusion-Diversity
    10 LP
    - S7 Schwerpunkt Gesundheit
    10 LP
    - S8 Schwerpunkt Kulturarbeit/Kulturpädagogik
    10 LP
    - S9 Schwerpunkt Menschenrechte
    10 LP
    - S10 Schwerpunkt Soziale Arbeit im demografischen Wandel - Soziale Arbeit mit Älteren 10 LP
    - S11 Schwerpunkt Zivilgesellschaft 10 LP
    - S12 Schwerpunkt Aktuelle Theorie- und Forschungsperspektiven in der Sozialen Arbeit 10 LP
    - S13 Schwerpunkt Bildung und Erziehung im internationalen und interkulturellen Kontext 10 LP
    - S14 Schwerpunkt Entwicklungsförderung 10 LP


  3. drei Prüfungen in einem anderem als dem unter Ziffer 2 gewählten Schwerpunktmodul:
    - S1 Schwerpunkt Arbeitsmarkt, Beruflichkeit und Soziale Arbeit
    15 LP
    - S2 Schwerpunkt Beratung
    15 LP
    - S3 Schwerpunkt Bewegungs- und Erlebnispädagogik
    15 LP
    - S4 Schwerpunkt Bildung und Soziale Arbeit
    15 LP
    - S5 Schwerpunkt Digitale Medien, Massenmedien und computervermittelte Kommunikation15 LP
    - S6 Schwerpunkt Exklusion-Inklusion-Diversity
    15 LP
    - S7 Schwerpunkt Gesundheit
    15 LP
    - S8 Schwerpunkt Kulturarbeit/Kulturpädagogik
    15 LP
    - S9 Schwerpunkt Menschenrechte
    15 LP
    - S10 Schwerpunkt Soziale Arbeit im demografischen Wandel - Soziale Arbeit mit Älteren 15 LP
    - S11 Schwerpunkt Zivilgesellschaft
    15 LP
    - S12 Schwerpunkt Aktuelle Theorie- und Forschungsperspektiven in der Sozialen Arbeit 15 LP
    - S13 Schwerpunkt Bildung und Erziehung im internationalen und interkulturellen Kontext 15 LP
    - S14 Schwerpunkt Entwicklungsförderung15 LP


  4. der Bachelor-Thesis BT
    12 LP

  5. dem Kolloquium K
    2 LP



§ 7 – Bewertung von Modulprüfungen


Abweichend von § 17 Abs. 10 RahmenPO werden die erfolgreich abgeschlossenen Prüfungsleistungen in den Modulen
- Mentoring/Coaching 2 und Methoden empirischer Praxis- und Sozialforschung,
- Praxismodul,
- Modul zur Erlangung der staatlichen Anerkennung,
- Wahlmodul und
- Bachelor-Thesis-Begleitmodul
mit dem Ergebnis „bestanden“ bzw. „nicht-bestanden“ benotet.


§ 8 – Praxisanteile

(1) Die Praxisanteile des Studiums bestehen aus dem Praxismodul in der Studienaufbauphase sowie dem Modul zur Erlangung der staatlichen Anerkennung in der Studienabschlussphase.

(2) In den Praxisanteilen gemäß Abs. 1 finden zwei Prüfungen statt.

(3) In den Praktika wird die oder der Studierende auf der Basis eines vom Fachbereich genehmigten Vertrages zwischen der oder dem Studierenden und der jeweiligen Praxisstelle tätig.

(4) Die erfolgreiche Ableistung der Praktika wird durch eine Bescheinigung der Praxisstelle nachge­wiesen und ist zusätzlich zur bestandenen Prüfungsleistung Voraussetzung für den erfolgreichen Ab­schluss des jeweiligen Moduls.

(5) Die Prüfung im Modul zur Erlangung der Staatlichen Anerkennung kann abweichend von § 17 Abs. 5 RahmenPO nur einmal wiederholt werden.

(6) Die weiteren Bedingungen und die Organisation der Praktika regelt die Praxisordnung des Fachbe­reichs.


§ 9 – Zulassung zur Bachelor-Thesis und zum Kolloquium

(1) Zur Bachelor-Thesis wird zugelassen, wer mindestens 180 Leistungspunkte erworben hat.

(2) Zum Kolloquium wird zugelassen, wer 208 Leistungspunkte erworben hat.


§ 10 – Bildung der Gesamtnote der Bachelorprüfung


Bei der Bildung der Gesamtnote der Bachelorprüfung werden die gemäß § 28 RahmenPO festgesetzten Modulnoten der fünf Aufbaumodule A1 bis A5 mit jeweils 9%, die Modulnoten der beiden Schwerpunkt-module mit jeweils 15%, die Note der Bachelor-Thesis mit 20% und die Note des Kolloquiums mit 5% gewichtet.



III.    Schlussbestimmungen

§ 11 – In-Kraft-Treten


(1) Diese Prüfungsordnung tritt am 01.09.2015 in Kraft. Sie gilt für alle Studentinnen und Studenten der Bachelor-Studiengänge „Sozialarbeit/Sozialpädagogik“ und „Sozialarbeit/Sozialpädagogik (Teilzeit)“, die ihr Studium ab dem Wintersemester 2015/16 aufgenommen haben.

(2) Studierende, die ihr Studium im Bachelor-Studiengang „Sozialarbeit/Sozialpädagogik“ oder im Bachelor-Studiengang „Sozialarbeit/Sozialpädagogik (Teilzeit)“ vor In-Kraft-Treten dieser Prüfungs-ordnung aufgenommen haben, werden auf Antrag in den gesamten Geltungsbereich dieser Prüfungs-ordnung für den entsprechenden Studiengang und der RahmenPO übernommen. Bisherige Prüfungs-leistungen werden von Amts wegen angerechnet. Die Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang „Sozialarbeit/Sozialpädagogik“ (BaPO) vom 16.09.2011 (Verkündungsblatt der Fachhochschule Düsseldorf Nr. 251 vom 16.09.2011) wird zum Ende des Sommersemesters 2020 außer Kraft treten. Die Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang „Sozialarbeit/Sozialpädagogik (Teilzeit)“ (BaPOT) vom 16.09.2011 (Verkündungsblatt der Fachhochschule Düsseldorf Nr. 252 vom 16.09.2011) wird zum Ende des Wintersemesters 2022/23 außer Kraft treten. Diese Zeitpunkte gelten auch für Wiederholungs-prüfungen.

(3) Diese Prüfungsordnung wird im Verkündungsblatt der Hochschule Düsseldorf veröffentlicht.



Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fachbereichsrates des Fachbereichs Sozial- und Kultur­wissenschaften vom 17.06., 01.07. und 15.07.2015, sowie der Feststellung der Rechtmäßigkeit durch das Präsidium am 24.08.2015.

Düsseldorf, den 25.08.2015

Die Präsidentin
der Hochschule Düsseldorf
Prof. Dr. Brigitte Grass


​Hier finden Sie die aktuelle Prüfungsordnung, gültig für alle Studierende, die ab dem WS 2015/16 ihr Studium beginnen oder in diese Prüfungsordnung gewechselt sind. Der Text auf dieser Webseite ist eine nicht-amtliche Lesefassung. Verbindlich ist die Fassung in den amtlichen Mitteilungen.

An anderer Stelle finden Sie:


Die vorhergehenden Prüfungsordnungen des Bachelor "Sozialarbeit/Sozialpädagogik" finden Sie im Archiv der Webseiten des Fachbereiches:


Prüfungsordnungen für Studierende die ab dem WS 2011/12 und vor dem WS 2015/16 ihr Studium begonnen haben oder in diese Prüfungsordnung gewechselt sind:


Prüfungsordnungen für Studierende die vor dem WS 2011/12 ihr Studium begonnen haben: