Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

Bachelor- und Masterthesen

Forschung bedeutet, gemeinsam neue, kreative und innovative Ideen sowie Konzepte zu entwickeln und diese empririsch mit wissenschaftlichen Methoden und Verfahren zu prüfen...

Betreuung von Bachelor-und Masterthesen in den Studiengängen Soziale Arbeit/Sozialpädagogik, Psychosoziale Beratung und Kindheitspädagogik sowie Psychologie (andere Hochschulen/ Universitäten)

Es werden grundsätzlich zwei Formate von Bachelorarbeiten angeboten (Anlehnung Prof. Dr. Mokros FernUniversität Hagen). Neben der Möglichkeit, eine theoretische Arbeit bzw. einen Literaturreview zu verfassen, können auch empirische Arbeiten (qualitativ und/ oder quantitativ) verfasst werden. Ebenso ist es möglich, an aktuellen Forschungsaktivitäten mitzuwirken, eine eigene Fragestellung zu erarbeiten oder mit vorgegebenen Themen/ Fragestellungen zu arbeiten.

Prinzipiell müssen alle Bachelor-und Masterthesen den wissenschaftlichen, formalen und inhaltlichen (Mindest-)Standards entsprechen, die u.a. im Modul Propädeutik als Inhalte und Lernziele formuliert sind. Hilfestellung geben dies bzgl. auch die WAS des Fachbereichs SK mit deren Seminaren, Sprechstunden und Readern. Diese Angebote sollten Sie nutzen.


1. Literaturreviews/ Theoretische Arbeiten

Es wird eine vielfältige Reihe von Themen aus dem Lehr-und Forschungsgebiet von Prof. Dr. Köhler angeboten, welche als systematisches Literaturreview (im Sinne oder in Anlehnung an eine Metanalyse) wissenschaftlich zu bearbeiten sind. In den letzten Jahren wurde beispielsweise die "Effektivität und Wirksamkeit von tiergestützter Therapie" oder die "Wirksamkeit der Sozialtherapie" von Studierenden bearbeitet.

Eine Literaturarbeit als Bachelorthese bedeutet,dass Sie nationale und internationale Studien sowie die entsprechende Forschungsliteratur gezielt und systematisch in Hinblick auf das vorgegebene Thema und die formulierten Hypothesen/ Fragestellungen auswerten. Die Fragestellung wird in der Arbeit aus den theoretischen und empirischen Grundlagen abgeleitet und anhand spezifischer Teilfragen bzw. Hypothesen konkretisiert. In die Auswertung der Forschungslage im Ergebnisteil sollen ca. 10 Primär- bzw. Originalstudien eingehen (Anzahl ist abhängig vom Forschungsstand). Aus der Arbeit muss klar hervorgehen, dass Sie sich mit der Untersuchungsmethode in den analysierten Studien sowie deren Ergebnisse intensiv auseinandergesetzt haben. In Ihrem Diskussionsteil reflektieren Sie die festgestellten Ergebnisse in Bezug auf Ihre Fragestellung(en)/ Hypotese(n) kritisch (inhaltlich und methodisch) und setzen diese in einen Praxisbezug. Es gibt zudem die Möglichkeit, ein eigenes Thema für das Literaturreview vorzuschlagen. Das muss aber mit Prof. Dr. Köhler bzgl. der Sinnhaftigkeit und Durchführbarkeit abgestimmt werden.


2. Empirische Arbeiten

Neben den Literaturreviews können empirische Arbeiten in zwei verschiedenen Formaten durchgeführt werden:

2.1 Bearbeitung eines vorgegebenen Themas mit eigener Datenerhebung
Der Dozent unterbreitet Themenvorschläge, bei denen zur Überprüfung von spezifischen Hypothesen die Daten eigenständig erhoben werden müssen. Diese Vorhaben, die in der Regel in den Forschungsgebieten des Lehrgebietes des Dozenten liegen, können durch die Einbindung in nationale und internationale Forschernetzwerke intensiver als die anderen Formate betreut werden. Für Rückfragen zur Datenauswertung stehen der Dozent und die WAS zur Verfügung. Nutzen Sie dafür die entsprechenden Sprechstunden und Angebote der HSD.

2.2 Eigenes Thema
Wenn Sie in einem zunächst maximal dreiseitigen Exposé überzeugend die Fragestellung, die Hypothesen, die geplante Stichprobe, die Instrumente/ Verfahren und die Realisierungsmöglichkeiten der Datenerhebung beschreiben, dann können Sie auch ein eigenes Thema bearbeiten. Prinzipiell ist es möglich, eine quantitative und/ oder qualitative Untersuchungsmethode zu wählen.

Die methodische Vorgehensweise hängt jedoch u.a. vom Forschungsthema, den Fragestellungen sowie der inhaltlich-fachlichen Sinnhaftigkeit ab und muss entsprechend wissenschaftlich abgeleitet sowie begründet sein. Eine a-priori Festlegung (also im Vorfeld) auf die Forschungsmethode (quantitativ und/oder qualitativ) ist als nicht wissenschaftlich begündet (zunächst) abzulehnen.
Herr Prof. Dr. Köhler behält sich zudem vor, eigene Themenvorschläge abzulehnen. In diesen Fällen wird Ihnen jedoch eine fachliche Begründung aufgezeigt und ggf.Veränderungsideen vorgeschlagen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte per Email an Herrn Prof. Dr. Köhler oder kommen Sie in seine Sprechstunde.


Prinzipieller Aufbau von Bachelor- und Masterthesen


  1. Einleitung
  2. Theoretisch-empirischer Hintergrund mit Ableitung der Fragestellung am Ende des Teils
  3. Methodik(u.a.Vorgehen, Erhebungs- und Auswertmethoden)
  4. Ergebnisse
  5. Diskussion
  • Literaturverzeichnis (APA-Richtlinien;siehe unter "Prüfungen")
  • Eidesstattliche Erklärung der Autorenschaft

Hinweise zur Zitierung finden Sie unter "Prüfungen"!!!


Aktuelle Themen für Bachelor- und Masterthesen

u.a. zu den folgenden Themen oder Fragestellungen ist es möglich, bei Herrn Prof. Dr. Köhler Bachelor- oder Masterthesen zu erstellen:

  • Sozialpsychologische Analyse der "Sozialen Netzwerke", der sozialen studentischen Kommunikation und der sozialen Online-Gruppen bei Studierenden an der Hochschule Düsseldorf 
  • Der OSSC-Effekt oder "das Seminar ist leer obwohl es keine Online-Plätze mehr gab. Subjektives Gerechtigkeitserleben und Fairnesswahrnehmung von Studierenden durch onlinebasierte Seminaranmeldung und Prüfungsabmeldung im Studium an der HSD.
  • "Schreiende Lehrkräfte in Grundschulen"? Befragung von Lehrkräften und Kindern zur Frage von verbalen Instruktionen zur Herstellung von Motivation und Diszipin.
  • Lärmschutzkopfhörer als pädagogische Intervention auf hohe Lautstärke im Klassenraum in Grundschulen: Häufigkeit, Verbreitung und pädagogischeGrundlagen
  • Aggression, Antisemitismus und Homophobie in den Texten von deutschsprachigen"Gangster-Rappern"
  • Verwendung von Fachtermini in der Sozialen Arbeit auf dem Prüfstand: Der Gebrauch des Krankheitsbegriffes für psychische Auffälligkeiten und Normabweichung in der Wissenschaft, Praxis und den Medien.
  • Evalution von Eingewöhnungskonzepten in Kindergärten, KiTas und Krippen
  • Evaluation von Präventionsprojekten von Gewalt, sexuell grenzüberschreitendem Verhalten und Bullying an Grundschulen
  • Evaluation von Inklusion und Integration in NRW am Beispiel der fachlichen Qualität und Ausbildung von "Inklussionshelfern"
  • Pathologisierung und Stigmatisierung von Kindern mit expansivenVerhaltensauffälligkeiten in der Grundschule durch Lehrerinnen, Lehrern und Sozialpädagoginnen sowie anderem pädagogischen Personal
  • Autismus, ADHS/ADS, Dyskalkulie und Lese-Rechtschreibstörungen: alter Wein in neuen Schläuchen oder neue Labels,um das Versagen des Bildungssystems zu kaschieren?
  • Evaluation von Methoden des Schriftspracherwerbs in der Grundschule. Was ist empirisch belegt und wie gelangen nichtwissenschaftlich fundierte Methoden in den Unterricht?
  • Identität und Selbstkonzepte von Kindern im Alter von 3-8 Jahren
  • "Alles nur die soziale Herkunft?"-Untersuchung von empirisch fundierten Prädiktoren von Schul-, Hochschul-und Berufsverlauf sowie Gesundheit und Lebenszufriedenheit.
  •  Lebensläufe,Identität, Selbstkonzept und Partnerwahl von homosexuellen Männern, die erst nach einer heterosexuellen Partnerschaft ein"comingout" vollzogen haben.
  • Was unterscheidet Jugendliche (14;00-17;11 Jahre) von Heranwachsenden (18;00 bis 20;11Jahre)? Auf der Suche nach diskriminierenden Merkmalen und Eigenschaften für das Jugendstrafverfahren

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Herrn Prof. Dr. Köhler!