Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

​Forschungsstelle FSPE

Im Jahre 2008 wurde die Forschungsstelle für sozialraumorientierte Praxisforschung und -entwicklung (FSPE) von Prof. Dr. Ulrich Deinet gegründet und im Fachbereich Sozialpädagogik und Soziale Arbeit der damaligen Fachhochschule Düsseldorf eingerichtet. Im Mittelpunkt standen zunächst wissenschaftliche Begleitungen von Projektentwicklungen in der Jugendhilfe, besonders im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sowie Kinder- und Jugendbefragungen in Städten in NRW, aber auch außerhalb. In zahlreichen Praxisforschungsprojekten​​ wird dieser Strang von Projekten – auch ergänzt um Sozialraumanalysen, die unterschiedliche Zielgruppen miteinbeziehen – bis heute weitergeführt und hat auch zu einer intensiven Entwicklung praxisorientierter Forschungsmethoden geführt, die zum sozialräumlichen Ansatz heute auch außerhalb der Forschungsstelle in vielen Bereichen anerkannt sind.

In diesem Zusammenhang entstand auch die Initiative zur Gründung des Online-Journals www.sozialraum.de​, das inzwischen mehr als 10 Jahre mit mindestens einer Ausgabe pro Jahr publiziert wird und breite Anerkennung und Rezeption findet.

Über zahlreiche Projekte mit einzelnen Kommunen hinaus ging es im Zusammenhang einer Kinder- und Jugendarbeitsforschung immer auch um Projekte für das Jugendministerium NRW oder andere Institutionen, etwa Expertisen für Kinder- und Jugendberichte oder Untersuchungen zum Wirksamkeitsdialog in NRW etc. Darüber hinaus entwickelte sich die Forschungsstelle auch als Institut für Kindheits- und Jugendforschung, besonders mit dem Schwerpunkt der Entwicklung einer Subjektperspektive, die sich in zahlreichen Studien der letzten Jahre niederschlägt, etwa in der Studie zur Untersuchung des Phänomens von Jugendlichen in Shopping-Mals oder der Sicht der Kinder auf die Ganztagsschule. Thematisch erweiterte sich das Feld insbesondere auf den Bereich der Kooperation zwischen Jugendarbeit und Schule. So wurden z. B. die Entwicklung einer Bildungslandschaft in der Stadt Gevelsberg​ wissenschaftlich begleitet sowie andere Projekte in den Bereichen kommunaler Bildungsplanung​, aber auch der Entwicklung von Schulsozialarbeit​.

Auch im Bereich der Qualitätsentwicklung, bzw. des Qualitätsmanagements bietet die Forschungsstelle Projekte, aber auch Fortbildungen für Fachkräfte an und war und ist auch mit der Begleitung des Wirksamkeitsdialoges in NRW mehrfach betraut worden.

Im Jahr 2019 wurde die Basis der Forschungsstelle dadurch wesentlich erweitert, dass Prof. Dr. Anne van Rießen nun zusammen mit Prof. Ulrich Deinet die Leitung der Forschungsstelle übernahm und damit ein weites Spektrum weiterer Forschungsthemen in die Forschungsstelle einbrachte. So fokussiert sie im Rahmen der sozialräumlichen Nutzer*innenforschung insbesondere die Perspektive der Adressat*innen selbst im Kontext von Sozialraumanalysen oder betrachtet die institutionellen Grenzen und Barrieren, die dazu führen, dass Menschen von Teilhabe oder Nutzung von Angeboten ausgeschlossen werden (bspw. im Rahmen des Forschungsprojektes IZESO​, indem im Fokus steht, welche institutionellen Begrenzungen dazu führen, dass Menschen sich nicht engagieren können). Daraus entstanden inzwischen auch gemeinsame Projekte, wie die wissenschaftliche Begleitung der kommunalen Flüchtlingsarbeit der Stadt Düsseldorf in zwei Stadtbezirken. ​




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Ulrich Deinet​

Dipl.-Pädagoge (Dr. rer. soc.), Professur für Didaktik/Methodik der Sozialpädagogik an der Hochschule Düsseldorf, Leiter der Forschungsstelle für sozialraumorientierte Praxisforschung und -entwicklung (fspe@hs-duesseldorf.de); Mitherausgeber des Online-Journals „Sozialraum.de“. Arbeitsschwerpunkte: Kooperation von Jugendhilfe und Schule, Sozialräumliche Jugendarbeit, Sozialraumorientierung, Konzept- und Qualitätsentwicklung.

 

Anne van Rießen​

Diplom-Sozialarbeiterin, Dr. phil. Professorin für Methoden der Sozialen Arbeit an der Hochschule Düsseldorf, Co-Leiterin der Forschungsstelle für sozialraumorientierte Praxisforschung und -entwicklung und Co-Leiterin des IN-LUST, Fachgruppensprecherin der DGSA Fachgruppe „Nutzer*innen, Adressat*innen und Nutzung Sozialer Arbeit“. Arbeitsschwerpunkte: Partizipation und Demokratisierung Sozialer Arbeit, Nutzer*innenforschung, Sozialraumbezogene Soziale Arbeit, interdisziplinäre Stadtentwicklung ​