Hochschule Düsseldorf

Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

​​​Hauptamtlich Lehrender

Seit dem 1. September 2022 bin ich Professor für Sozialphilosophie und Sozialethik mit den Schwerpunkten Politische Philosophie und Gerechtigkeitstheorien an der Hochschule Düsseldorf. In Lehre und Forschung interessiere ich mich für die Geschichte der Philosophie, insbesondere der anthropologischen Voraussetzungen politischer Philosophien und der Möglichkeiten und Notwendigkeiten distanzierter und kritischer Urteilskraft. Dabei stehen vor allem historisch und kulturell kontingente Konstitutionen von Subjektivität und deren Verarbeitung in populären Kulturformen wie bspw. dem Sport im Fokus meiner Aufmerksamkeit. Hier vertrete ich einen phänomenologisch fundierten und anwendungsbezogenen Ansatz, der unter anderem zum Ziel hat, die politische Relevanz philosophischen Fragens und dessen Beitrag dazu, das Soziale gerechter zu gestalten, deutlich zu machen.
 
Vor und während meines Studiums der Philosophie, Geschichte und der Neueren deutschen Literatur an der Freien Universität Berlin war ich in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit und der Sozialpädagogik tätig. Das Studium schloss ich 2009 mit dem Magister Artium ab und erfüllte im Anschluss Lehraufträge an der Freien Universität Berlin, ein Lektorat am Institut für Sportwissenschaft der Universität Bremen und erhielt ein NaFöG-Stipendium des Landes Berlin. 2010 wurde ich als Stipendiat in das DFG-geförderte Graduiertenkolleg „Selbstbildungen – Praktiken der Subjektivierung“ aufgenommen, in dem ich 2014 meine Promotion zum Dr. phil. mit der Arbeit „Das kämpferische Subjekt – Der Kampf als Subtext moderner Subjektphilosophie und seine Aufführung im Boxring“ erlangte. Im Anschluss war ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie an der Universität Oldenburg (bei Prof. Dr. Johann Kreuzer) tätig und war dort verantwortlich für die Forschungsstelle Hannah-Arendt-Zentrum, sowie Mitglied der Forschungsstelle „Präsenz des Vergangenen“, der Adorno-Forschungsstelle und des Wissenschaftlichen Zentrums „Genealogien der Gegenwart“. ​

Antisemitismusbeauftragter​​

​An der Hochschule Düsseldorf bin ich seit 2025 Antisemitismusbeauftragter. In dieser Rolle stehe ich als Ansprechpartner für Betroffene sowie für Personen zur Verfügung, die antisemitische Vorfälle erlebt oder beobachtet haben oder sich unsicher sind, wie bestimmte Handlungen oder Aussagen einzuordnen sind. Selbstverständlich gewährleiste ich Bedarf vollständige Diskretion.
 
Das Ziel meiner Arbeit ist es, antisemitische Strukturen sichtbar zu machen, Betroffene zu stärken und das Bewusstsein für Antisemitismus zu schärfen. Gleichzeitig sollen präventive Maßnahmen an der Hochschule gefördert werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung mit thematisch relevanten Akteur*innen in Düsseldorf und darüber hinaus. Ich berate das Präsidium in strategischen Fragen zur Bekämpfung von Antisemitismus. Dabei arbeite ich eng mit der Stabsstelle Diversity, dem Erinnerungsort Alter Schlachthof sowie dem Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus zusammen. Diese Aktivitäten sollen auch die bereits bestehenden Maßnahmen gegen andere Formen von Diskriminierung – etwa antimuslimischen Rassismus, Antifeminismus sowie Trans- und Homofeindlichkeit – ergänzen.

Kontakt

Gebäude 3
Etage 2.014
Münsterstraße 156
40476 Düsseldorf
Fachgebiet:
Sozialphilosophie, Sozialethik
Funktionen:
Hauptamtlich Lehrender

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Prof. Dr. Nils Baratella
Prof. Dr. Nils Baratella. Foto: privat

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