Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

DIFA​

Forschungsstelle DIFA - Düsseldorfer Integrationsförderung in Ausbildung und Arbeit


Kontakt

Prof. Dr. Ruth Enggruber

Raum 03.1.032
Tel. +49 (0)211/ 4351 - 3316
Gebäude 3
Etage 1
Münsterstraße 156
40476 Düsseldorf


​​Teaserbild


Die Forschungsstelle DIFA beschäftigt sich seit 1995 schwerpunktmäßig mit dem sozial- und arbeitsmarktpolitisch bedeutsamen Bereich der Eingliederung verschiedener Zielgruppen in Ausbildung und Arbeit. Seitdem wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Ruth Enggruber zahlreiche Begleitforschungen und Evaluationen von Modellprojekten sowie Gutachten und Expertisen im Bereich der Benachteiligtenförderung und Jugendberufshilfe aber auch der Kinder- und Jugendhilfe durchgeführt bzw. verfasst.


Aktuelle Projekte

Gelingensbedingungen von ehrenamtlich unterstützten Schulprojekten zur „Begleitung von geflüchteten Kindern und deren Familien“, eine qualitative Evaluationsstudie im Kooperationsprojekt zwischen AWO Düsseldorf und Arrive and Join e.V. mit vier Düsseldorfer Schulen

Hintergrund

Mit dem Zuzug von 890.000 Asylsuchenden in 2015 und 280.000 in 2016 hat die Fluchtmigration in Deutschland zwar ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht, doch ist die weitere Entwicklung nicht absehbar. Doch kann davon ausgegangen werden, dass auch weiterhin die soziale Integration und Teilhabe der Neuzugewanderten Herausforderungen für die relevanten Institutionen darstellen. Da unter den 2015 Zugewanderten 55,9% unter 25 und rund 27% unter 16 Jahre alt sind, kommt dabei insbesondere Schulen und der dortigen Schulsozialarbeit eine besondere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund wurden zwischen November 2016 und Oktober 2017 Angebote zur „Begleitung von geflüchteten Kindern und deren Familien“ von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Düsseldorf, die an verschiedenen Düsseldorfer Schulen die Schulsozialarbeit durchführt, gemeinsam mit dem ehrenamtlich tätigen Verein Arrive and Join e.V. (A&J) an einer Gesamtschule und drei Grundschulen in Düsseldorf entwickelt und erfolgreich erprobt. Ziel dieses Projektes war es, durch die strukturierte Begleitung der neuzugewanderten Schüler*innen und deren Eltern auf Dauer angelegte Kontakt- und Unterstützungsmöglichkeiten zu schaffen. Dabei wurden auch örtliche Vereine und sonstige pädagogische Angebote eingebunden. Um die Projekte konzipierten Angebote auf andere Schulen übertragen zu können, wurden sie in pädagogischen Modulen beschrieben, auf die andere Schulen und dort tätige SchulsozialarbeiterInnen bei Bedarf zurückgreifen können.
 
Erkenntnisinteresse und Fragestellung

Mit der qualitativen Evaluationsstudie der Hochschule Düsseldorf soll der Transfer der Projektergebnisse auf andere Schulen unterstützt werden, in dem die Bedingungen erforscht wurden, unter denen ein solch komplexes Kooperationsprojekt zwischen Schulen, einem Träger Sozialer Arbeit und einem ehrenamtlich tätigen Verein gelingen kann.
 

Laufzeit: Mai 2017 – Dezember 2017

Träger des Forschungsprojekts: Hochschule Düsseldorf

Projektleitung: Prof. Dr. Ruth Enggruber

Beratung und Begleitung: Prof. Dr. Carsten Becker: Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung mbH (IFGE)

Mitarbeit: Christian Funk

Förderer: AWO Düsseldorf



Lokale Vernetzung im Übergangssystem – Bestandsaufnahme und Analyse von Programmen zur regionalen/ lokalen Vernetzung im Übergang Schule-Beruf

Hintergrund

Wenn auch die Zahlen in den vergangenen zehn Jahren tendenziell rückläufig sind, so mündeten im Jahr 2016 doch noch knapp 300 000 junge Menschen in die verschiedenen, nur teilqualifizierenden Angebote des Übergangssystems Schule-Beruf ein. Dass jungen Menschen ein reibungsloser Übergang zwischen Schule und Beruf gelingt, ist (1) für sie in ihrer individuellen Entwicklung, (2) zur Vermeidung von Jugendausbildungs- und -arbeitslosigkeit und (3) zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses bedeutsam.

Gleichzeitig, so lautet eine nicht mehr ganz neue Problembeschreibung, geht dem Übergangssystem jede Systematik ab. Stattdessen kennzeichnet es sich durch ein Nebeneinander von Akteuren, Förderprogrammen und Rechtskreisen. Dementsprechend wird das Übergangssystem wahlweise als Flickenteppich, Labyrinth und Förderdschungel beschrieben. Das politische System reagiert seit einigen Jahren auf diese Problembeschreibung und setzt zunehmend auf regionale Netzwerke und Bündnisse.

Entgegen der in verschiedenen Feldern der Sozialpolitik vorherrschenden „Netzwerkeuphorie“ liegen jedoch bislang kaum systematische Forschungen vor, die das Mit- Neben- oder Gegeneinander der sich lokal realisierenden Netzwerke im Übergang Schule-Beruf analysieren.

Erkenntnisinteresse und Fragestellung

An dieser forschungspraktischen Leerstelle setzt das Projekt „Lokale Vernetzung im Übergangssystem“ an. Ausgehend von einer Analyse Netzwerkbildung anstrebender Bundes- und Landesprogramme im Übergang Schule-Beruf überprüft es in einem ersten Feldzugang das gelungene oder misslungene Zusammenspiel unterschiedlicher, paralleler Vernetzungsinitiativen und sucht nach Möglichkeiten einer programmatischen Koordination verschiedener Vernetzungsaktivitäten, die auch mögliche Friktionen lokaler Netzwerkbildung mit denkt.

Laufzeit: März-August 2017

Träger des Forschungsprojekts: Hochschule Düsseldorf

Projektleitung: Prof. Dr. Ruth Enggruber

Beratung und Begleitung: Prof. Dr. Carsten Becker: Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung mbH (IFGE)

Mitarbeit: Dr. Thorsten Schlee

Förderer: Hochschule Düsseldorf - Hochschulinterne Forschungsförderung (HiFF)