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Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

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HSD - Sozial- & Kulturwissenschaften > Regine Müller übernimmt Professur für Kinderschutz und Kinderrechte
Sozial- und Kulturwissenschaften / Kinderschutz, Kinderrechte
21.09.2026

Regine Müller übernimmt Professur für Kinderschutz und Kinderrechte

​​​​Die Professur für Kinderschutz und Kinderrechte NRW an der Hochschule Düsseldorf (HSD) ist besetzt: Seit Anfang September hat Prof. Dr. Regine Müller die neue Professur am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften inne. Damit stärkt die HSD die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Kinderschutz und Kinderrechten aus der Perspektive der Sozialen Arbeit und schafft neue Verbindungen zwischen Forschung, Lehre und Fachpraxis. Die Professur wurde im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI NRW) geschaffen.
 
Kinder- und Familienministerin Verena Schäffer: „Ich gratuliere Frau Prof. Dr. Regine Müller zur Übernahme der neuen Professur für Kinderschutz und Kinderrechte NRW und bin überzeugt, dass sie mit großem Engagement für die Forschung sowie Vermittlung von Wissen und Aufklärung zu einem wirksamen Kinderschutz in der pädagogischen Lehre beitragen wird. Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Fundament für einen nachhaltigen Kinderschutz. Die Professur für Kinderschutz und Kinderrechte ist ein weiterer wichtiger Meilenstein im Schutz von Kindern vor Gewalt und der Wahrung und Förderung ihrer Rechte.“
 
„Wir freuen uns sehr, mit Regine Müller eine ausgewiesene Wissenschaftlerin für die neue Professur gewonnen zu haben, die langjährige Erfahrungen aus Forschung, Lehre und Praxisentwicklung im Kinderschutz zusammenführt““, sagt Prof. Dr. Edeltraud Vomberg, Präsidentin der Hochschule Düsseldorf. „Mit der Professur entwickeln wir ein gesellschaftlich hoch relevantes Themenfeld an der HSD strategisch weiter und schaffen zugleich die Voraussetzungen, unsere Kompetenzen in Forschung, Lehre und Transfer langfristig zu bündeln und über die Hochschule hinaus wirksam werden zu lassen.“
 
Regine Müller ist Diplom-Sozialarbeiterin und Diplom-Sozialpädagogin sowie Soziologin (M.A.). Im Mittelpunkt ihrer wissenschaftlichen und beruflichen Arbeit steht die Profession Sozialer Arbeit im Kinderschutz – und die Frage, wie deren Perspektiven und Kompetenzen in Forschung, Praxis und Organisation gestärkt werden können. Sie arbeitete unter anderem im Bezirkssozialdienst der Stadt Sankt Augustin, am Institut für soziale Arbeit e.V. in Münster und beim Landesjugendamt Rheinland in Köln. Dort beriet sie unter anderem Organisationen zu Fragen des Kinderschutzes und war in den Bereichen Kinderarmut und in den Frühen Hilfen tätig. 2008 absolvierte sie zudem einen Lehr- und Forschungsaufenthalt zum US-amerikanischen Kinderschutz an der West Virginia University. An der Hochschule Düsseldorf ist Regine Müller bereits seit März 2025 tätig: Zunächst hatte sie dort die Professur für Verwaltung und Organisationswissenschaften in der Sozialen Arbeit inne, von der sie nun auf die neue Professur für „Kinderschutz und Kinderrechte NRW“ wechselt.

"Kinderschutz verstehe ich als Dreiklang aus Schutz, Förderung und Beteiligung."

„Die Denomination der Professur ermöglicht es, Organisation und professionelles Handeln im Kinderschutz systematisch miteinander zu verzahnen“, sagt Prof. Dr. Regine Müller. „Kinderrechte sollten nicht nur als Anspruch formuliert, sondern als verbindlicher Maßstab in unseren Organisationen verankert werden. Dafür braucht es Strukturen, Verfahren und Haltungen, die sicherstellen, dass sie im Alltag tatsächlich wirksam werden. Kinderschutz verstehe ich als Dreiklang aus Schutz, Förderung und Beteiligung. Er beginnt dort, wo wir Kinder und Jugendliche in ihren Lebenswelten ernst nehmen, ihre Perspektiven sichtbar machen und Demokratiebildung von Anfang an als durchgängiges Prinzip verankern.“
 
Mit der Professur übernimmt Regine Müller auch die Leitung des Forschungs- und Transferschwerpunktes Kinderschutz und Kinderrechte K² NRW. Der Schwerpunkt verfolgt das Ziel, ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Kinderschutz und Kinderrechte in Nordrhein-Westfalen mit besonderem Fokus auf Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik zu etablieren. Dazu bringt K² NRW Wissenschaft, Fachpraxis, Politik und Öffentlichkeit zusammen, entwickelt inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekte und unterstützt den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Praxis. Zu den aktuellen Forschungsthemen gehören unter anderem spezialisierte Kinderschutzdienste und die Frage, welche organisationalen und professionellen Bedingungen Fachkräfte benötigen, um im Kinderschutz professionell handeln und Kinderrechte im Arbeitsalltag konsequent berücksichtigen zu können.
 
„Kinderschutz sollte aus meiner Sicht verbindlich im Studium der Sozialen Arbeit verankert sein“, sagt Prof. Dr. Regine Müller. „Wer später mit Kindern, Jugendlichen und Familien arbeitet, braucht bereits im Studium fundierte Kenntnisse zu Schutz, Beteiligung, Kinderrechten und den organisationalen Bedingungen professionellen Handelns. Mit einem Netzwerk ‚Kinderschutz in der Lehre NRW‘ möchten wir dazu auch den Austausch zwischen Hochschulen stärken und gemeinsam Konzepte für die Lehre weiterentwickeln.“

Transfer zwischen Wissenschaft und Fachpraxis weiter ausbauen

Darüber hinaus will die Professur den Transfer zwischen Wissenschaft und Fachpraxis weiter ausbauen. Geplant sind Kooperationen mit Kommunen, Landesjugendämtern, Fachverbänden, freien Trägern und weiteren Einrichtungen sowie Fachtagungen, Weiterbildungen und Formate der Wissenschaftskommunikation. Auch die Begleitung von Promotionen im Bereich Kinderschutz und Kinderrechte ist vorgesehen.
 
Der Einrichtung der Professur war ein landesweites Interessenbekundungsverfahren des MKJFGFI NRW vorausgegangen, an dem sich sechs Hochschulen für Angewandte Wissenschaften beteiligten. Die Hochschule Düsseldorf überzeugte mit einem Konzept, das Forschung, Lehre und Transfer zu Kinderschutz und Kinderrechten systematisch miteinander verzahnt. Dabei kann sie auf bestehende Kompetenzen am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften aufbauen, insbesondere in den Studiengängen Sozialarbeit/Sozialpädagogik sowie Kindheitspädagogik und Familienbildung.​​​

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Portraitfoto von Regine Müller, Professorin für Kinderschutz und Kinderrechte NRW an der Hochschule Düsseldorf
Fricke/HSD
Regine Müller hat die Professur Kinderschutz und Kinderrechte NRW übernommen

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