Mit über 120 Teilnehmenden fand am 5. August 2026 das 9. Treffen von Menschen mit Armutserfahrung NRW an der HSD statt.
Organisiert wurde das Treffen von der Freien Wohlfahrtspflege NRW in Kooperation mit der Forschungsstelle Nutzen Sozialraum Teilhaben (FNuST) unter der Leitung der Professor:innen Anne van Rießen und Christoph Gille. Das Treffen der Menschen mit Armutserfahrung ist eine von drei Initiativen, die im Kontext des Forschungsprojektes Engagement gegen sozialen Ausschluss begleitet wird.
Das Treffen der Menschen mit Armutserfahrung NRW ist ein Raum, in dem Menschen in Armutslagen Erfahrungen gemeinsam reflektieren und darauf aufbauend politische Positionen formulieren. So stärkt das Treffen Stimmen von Menschen, die im gesellschaftlichen Diskurs kaum gehört werden. In den Eröffnungsbeiträgen wiesen Kristen Schwenke, die Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege NRW, und Prof.in Dr.in Sigrid Leitner von der TH Köln auf die derzeitigen Entsolidarisierungen im Sozialstaat hin, die insbesondere Menschen in Armutslagen treffen. Im Anschluss wurden in sechs Arbeitsgruppen zu Themen wie Wohnen, Digitalisierung oder Arbeit gemeinsame Positionen und konkrete Forderungen der Menschen mit Armutserfahrung erarbeitet und im Anschluss im Plenum vorgestellt. Diese Positionen dienen den aktiven Erfahrungsexpert:innen als Grundlage für ihre weitere Arbeit, z. B. im Gespräch mit Landespolitiker:innen, und als Impulse für die Vorbereitung der nächsten Landtagswahl.
Weitere Einblicke gibt es im Beitrag der WDR-Lokalzeit aus Düsseldorf