Hochschule Düsseldorf

Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies
Sozial- und Kulturwissenschaften / Sozial- & Kulturwissenschaften, Soziale Arbeit, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Wohnungslosigkeit
12.10.2026

DZI Doppelheft 8-9 2026 erschienen

​​​​Dass Wohnen ein aktuelles Thema und relevantes gesellschaftliches Thema ist, zeigen nicht nur die Ergebnisse der diesjährigen Landtagswahlen. Insbesondere wohnungslose Menschen sind massiv von den Auswirkungen auf dem Wohnungsmarkt betroffen. Gerade sie brauchen eine Wohnung, ohne Wenn und Aber – so das Prinzip von Housing First. Im Doppelheft 8-9 (2026) der Fachzeitschrift SOZIALE ARBEIT (75. Jahrgang) vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) – kuratiert von Prof. Dr. Anne van Rießen und Prof. Dr. Nora Sellner – gehen die Autor:innen u. a. der Frage nach, inwieweit Housing First vor dem Hintergrund einer verschärften Wohnungsfrage und der Zunahme von Wohnungslosigkeit ein Prüfstein sozialer Rechte sein kann.


Im Gegensatz zu traditionellen Stufenmodellen versteht Housing First den Zugang zu dauerhaftem, mietvertraglich abgesichertem Wohnraum nicht als Ergebnis einer nachgewiesenen „Wohnfähigkeit“, sondern als bedingungslose Grundlage und Ausgangspunkt des Unterstützungsprozesses.


Das Themenheft beleuchtet das Konzept sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus praktischer Perspektive. Die Fachbeiträge analysieren dabei die Einhaltung der Grundprinzipien und die Programmtreue in Deutschland, behandeln spezifische Zielgruppen und erörtern die Herausforderungen im ländlichen Raum sowie Möglichkeiten einer dauerhaften Regelfinanzierung.

Die Ausgabe ist hier online bei Nomos erhältlich.


Beiträge:


(S.283-288) Nora Sellner, Anne van Rießen: 

HOUSING FIRST | Selbstbestimmung und Zugang zu Wohnraum als Prüfstein sozialer Rech​te


(S. 288-295) Volker Busch-Geertsema, Sandra Schöpke, Axel Steffen:

​„Wo ‚Housing First‘ draufsteht, sollte auch Housing First drin sein!?“ Eine evidenzbasierte Debatte um die Grundprinzipien und Programmtreue von Housing First in Deutschland.


(S. 296-301) Verena Feller:

Von der Unsichtbarkeit zur Integration. Praxisbericht zu Housing First in ländlichen Räumen.


(S. 302-308) Regina Heibrock, Martin Lenz:

Von der Idee zum Programm. Die Karlsruher Wohnraumakquise durch Kooperation.


(S. 309-314) Rolf Jordan:

Housing First als Regel-Angebot der Wohnungsnotfallhilfen in Deutschland. Perspektiven der Weiterentwicklung von Housing-First-Angeboten in Hinsicht auf ihre Verstetigung und Regelfinanzierung.


(S. 315-321) Sophie Kramer, André Hetzel:

Herausforderungen und Potenziale von Housing First. Hürden und Chancen im Alltag der Nutzer:innen am Beispiel des Housing First der MainWeg gGmbH Frankfurt.


(S. 322-327) Rosalie Müller:

Mehr als ein Dach über dem Kopf. Neue Perspektiven für die Soziale Arbeit mit Menschen mit Schizophrenie im Housing First.


(S. 328-334) Nora Sellner, Frank Sowa:

Wohnungslosigkeit mit Housing First bearbeiten. Über die Wiederherstellung sozialarbeiterischer Handlungsfähigkeit.


(S. 335-340) Hannu Turba, Ingo Bode:

Housing First als „Implantat“ im deutschen Hilfesystem. Reibungsverluste und Synergiepotenziale.


(S. 341-346) Harriet Udroiu, Anna Hanf:

Unterstützung von zugewanderten wohnungslosen Familien durch Housing First.


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