ERSTER EMPOWERMENT-TAG FÜR STUDIERENDE MIT BEHINDERUNG
Beratung und Empowerment für Studierende mit Behinderung, chronischer / psychischer Erkrankung und / oder Neurodivergenz
Das Studium mit BeHinderung bringt eigene Herausforderungen und Chancen mit sich. Im Rahmen des ersten Empowerment-Tages für Studierende mit BeHinderung (Behinderung, chronische / psychische Erkrankung und/oder Neurodivergenz) am FB SK haben sich Studierende in unterschiedlichen Stadien des Semesters ausgetauscht. Die Themenfelder sind vielfältig: Kommunikation von Barrierefreiheitsanforderungen, Beantragung von Nachteilsausgleichen, Hilfsmittelanschaffungen und Umgang mit Assistenz etc. Die Teilnehmer*innen hörten in einem Safe Space Format Erfahrungsberichte von anderen (ehemaligen) Studierenden innerhalb und außerhalb der Hochschule und tauschten sich intensiv aus. Begleitet wurden die Vorträge von praktischen Übungen, die die Teilnehmer*innen empowern sollten.
Begleitung für neue Studierende mit Behinderung, chronischer / psychischer Erkrankung und / oder Neurodivergenz seit WS 2025/26 erfolgreich gestartet
Im Wintersemester 2025/26 werden Studierende mit BeHinderung (Behinderung, chronische & psychische Erkrankung und/oder Neurodivergenz) bei ihrem Start ins Studium begleitet. Am 19.09.2025 erhalten Studierende beim Orientierungstag wichtige Informationen zum Studium mit BeHinderung und knüpfen erste Kontakte. Selbstbestimmung und Empowerment sind wichtige Prinzipien des START Programms. Über den Orientierungstag hinaus, können Erstis* mit BeHinderung ein Jahr lang durch erfahrene Studierende mit BeHinderung begleitet, beraten und unterstützt werden. Die sog. Empowermentis* sind geschult und begleiten im Peer-to-Peer-Kontakt. Anmeldungen zu dem START Programm nimmt Janieta Bartz entgegen.
Anlässlich der diesjährigen Woche des Sehens fand am 15.10.2024 eine Lesung mit Jasmin Ciplak (Mrs. BlindLife) an der Hochschule Düsseldorf statt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Erdin Ciplak (Mr. BlindLife) stellt sie (alltägliche) Barrieren im Kontext von Blindheit und Sehbehinderung vor. Dabei zeigt sie durch die Vorstellung von Hilfsmitteln und alltäglichen Strategien, wie ein konstruktiver Umgang mit Barrieren gestaltet werden kann, Ein besonderer Fokus liegt dabei auf „Barrieren in den Köpfen“ und liefert den Zuhörer*innen praktische Impulse im empowernden Umgang bei Behinderung/ chronischer Erkrankung in der Sozialen Arbeit.
Behindert und stolz! Disability Pride Day an der HSD
Im Juli jeden Jahres veranstalten behinderte Menschen den „Disability Pride Month“, um sich in ihrer behinderten Identität zu stärken und auf noch bestehende Leerstellen der Umsetzung von Inklusion hinzuweisen. Behinderte und chronisch kranke Studierende der HSD führten hieran angelehnt am 4.7.2024 erstmals einen Disability Pride Day“ an der Hochschule Düsseldorf durch. Mit dem Slogan „Behindert und stolz!“ bot ein vielseitiges Programm von behinderten Menschen Einblicke zu Behinderung, Barrierefreiheit und Inklusion. Die Workshops widmeten sich bewährten und neuen Themen der Disability Community. Die Inputs wurden von rund 90 Besucher*innen gut angenommen und eröffneten Erkenntnisse und Empowerment u.a. zu Intersektionalität, Neurodivergenz, nicht sichtbaren Behinderungen sowie Performance/ Tanz, Resilienz und Selbstakzeptanz. Die Organisator*innen, das Enthinderungsreferat des AStA sowie das studentische Netzwerk Incluversity HSD (Netzwerk und Interessenvertretung Studierender mit Behinderung/ chronischer Erkrankung) verliehen der Veranstaltung ein authentisches Gesicht. Fachkräfte und interessierte Personen erhielten Informationen, Sensibilisierung und Tipps im Umgang mit Behinderung für ihre Arbeitsfelder. Eine Fortsetzung der Veranstaltung in der Zukunft ist gewünscht. Begleitet wurde diese Veranstaltung mit der Ausstellung „Empowerment in der Kunst“, die unter anderen Kunstwerken von behinderten/ chronisch kranken Künstler*innen in der Hochschulbibliothek zeigten. Ein Audioguide unterstützte dabei die visuelle Verarbeitung der Kunstwerke für blinde, sehbehinderte und neurodivergente Menschen. Für Anregungen und Wünsche im Bereich Empowerment, Selbstbestimmung und Dis-/Ability (BeHinderung), kontaktieren Sie gerne das Lehrgebiet Behindertenpädagogik/ Disability Studies.
Bildbeschreibung: Das Foto zeigt unterschiedliche Personen, die am Disability Pride Day an der HSD teilnehmen. In der fotografierten Szene werden von den Organisator*innen Informationen an die Teilnehmer*innen kommuniziert (Foto: Janieta Bartz)
Vom 03.12-10.12.2023 fand an der Hochschule Düsseldorf die Woche der Menschenrechte, veranstaltet von der Forschungsstelle Menschenrechtspraxis und dem Lehrgebiet Behindertenpädagogik/Disability Studies, statt. Das Thema lautet: „Menschenrechte und Empowerment im Kontext BeHinderung“.
Das thematisch vielfältige, multidisziplinäre Lehrangebot reichte dabei von Selbstbestimmung, Inklusion und Barrierefreiheit als Grundlagen für die gleichberechtigte Beteiligung von beHinderten Menschen über Empowerment durch assistive Technologien bis zu partizipativer Forschung mit Menschen mit Demenz und Schnupperkursen in Gebärdensprache.
Der Gallery-Walk gibt Einblicke in die Forschung der Disability Studies und verwandten Themen, die am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften an der Hochschule Düsseldorf durchgeführt wird. Nachfolgend einige Einblicke der etwas anderen Art.
Audioguide Gallery Walk Forschung Disability Studies und mehr
Poster des Gallery Walks
Bilduntertitel: Student*innen im Gespräch über Forschung in den Disability Studies und verwandten Disziplinen. (Foto: Janieta Bartz)
Erstmals nutzte das neu gegründete studentische "Netzwerk Incluversity HSD" die Möglichkeit, auf Barrieren an der Hochschule Düsseldorf aufmerksam zu machen. Ein Highlight war die Sperrung von Aufzügen und Treppen in der Mittagszeit am 6.12.2023 und die daraus resultierende Irritation und Diskussion vor allem bei denjenigen, die sich in der Regel unbeHindert durch die Hochschule bewegen.
Bilduntertitel 3: Sperrung von Aufzügen und Treppen durch „Incluversity HSD – Netzwerk & Interessenvertretung Studierender mit Behinderung / Enthinderungsreferat“, (Foto: Janieta Bartz)
Am 6.12.2023 fand ein Lesungsgespräch mit Luisa L’Audace, Alina Buschmann und Amie Savage und rund 150 Teilnehmer*innen über Ableismus und Inklusion statt. Es entwickelte sich ein emotionaler und erfahrungsbasierter Diskussionsraum, in dem vielstimmig über beHindernde Strukturen und Haltungen, Verletzungen und Enttäuschungen, Wut und Empowerment gesprochen wurde. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch einen Beitrag der Disability Arts durch die Aktivistin und Künstlerin Amie Savage, die auch Studentin der Hochschule Düsseldorf ist.
Bilder von Amie Savage
Audioguide zu Bildern von Amie Savage
Im Sommersemester 2023 haben Student*innen Barrieren für Menschen mit Behinderung am Campus der Hochschule Düsseldorf identifiziert und darüber nachgedacht, wie man diese Barrieren bewältigen kann. Es entsteht eine Collage für Barrierefreiheit.
Die verwendeten Steine symbolisieren soziale, bauliche und andere Barrieren im Kontext Behinderung/ chronischer Erkrankung.
Die bunte Umgestaltung der Steine mit Symbolen und Worten steht für die unterschiedlichen Bewältigungsformen beim Umgang mit Problemen und Barrieren. Die umgestalteten Steine werden exemplarisch an zwei Orten am Campus der Hochschule Düsseldorf angeordnet, um das Bewusstsein für Barrierefreiheit zu schärfen.
Ein Ort ist eine beschädigte Stelle am Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen (ganz oben abgebildet), ein zweiter die Dachterrasse im Gebäude 3 (ganz unten abgebildet), die aus Sicht der Student*innen für alle Menschen auf einfache Weise gut zugänglich sein sollte.
Bildtext im Audioformat "Collage für Barrierefreiheit"
Wintersemester 2022/23: Niemand ist perfekt. Jeder Mensch kennt das Gefühl, an die eigenen Grenzen zu kommen. Unsere Gesellschaft sollte lernen, das Unperfekte zu akzeptieren. Gemeinsam mit Dr. Ramona Thümmler (TU Dortmund) nimmt Prof’in Dr. Janieta Bartz mit einem resilienz-kritischen und disability-orientierten Beitrag an der Tagung „Was Resilienz stärkt. Chancen und Risiken eines immer populärer werdenden Konzeptes“ an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg teil. Der Beitrag reflektiert pädagogische Handlungsoptionen für den Umgang mit Vulnerabilität. Weitere Informationen, auch zum bald erscheinenden Tagungsband, finden Sie hier: https://www.ph-heidelberg.de/resilienztagung2023/ueber-die-tagung/
Wintersemester 2022/23: „Bist du behindert?!“ – Diese Aussage kennen wir aus verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten. In der Lehrveranstaltung „Bist du behindert?! Behinderung im Kontext von Social Media“ untersuchen Student*innen unterschiedliche Diskurse über Disability in den sozialen Medien. Grundlage hierfür ist das soziale Modell von Behinderung (Schwerpunkt Menschenrechte und Kultur). Eingeladen sind zudem die Influencer*innen Johanna Kerschbaum und Alina Buschmann, welche als doppelte Expert*innen disability-sensiblen Content produzieren und über ihre Arbeit berichten. Gemeinsam mit und inspiriert von ihnen identifizieren die Teilnehmer*innen des Blockseminars ableistische Strukturen und reflektieren Handlungsoptionen im Kontext der Sozialen Arbeit.