Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

​​​​​​​​​​​​​​​Ringvor​​​lesung 

Forschungsprojekte und Forschungsmethoden der Sozialen Arbeit​

Wintersemester 2017/18

DIENSTAGS 16:30-18:00 UHR 

Die Disziplin Soziale Arbeit setzt sich mit einer Vielzahl gesellschaftlicher Fragen auseinander. Die Vielschichtigkeit des Fachs wird nicht zuletzt an der Bandbreite ihrer Bezugswissenschaften deutlich. Vertreter*innen des Forschungsgebiets in Wissenschaft und Praxis setzen sich unter anderem mit den Themen Erziehung, Lebensalter, Benachteiligung und Intersektionalität, Migration oder Bildender Kunst auseinander. Bei der Erforschung dieser Fragestellungen greift die Soziale Arbeit zudem sowohl auf Methoden der qualitativen als auch der quantitativen Sozialforschung zurück. Doch welches Design eignet sich für welche Fragestellung?
Um für die Passung von Methode und Forschungsfrage zu sensibilisieren und die Lust am Forschen zu wecken, werden in der Ringvorlesung verschiedene Forschungsmethoden sowie ihre Anwendung anhand ausgewählter empirischer Projekte vorgestellt. Lehrende von verschiedenen Hochschulen geben einen Einblick in ihre Forschungstätigkeit und berichten von der Entwicklung der Fragestellung über die Auswahl der passenden Methode bis hin zur Auswertung und Analyse der Ergebnisse. Dabei laden sie zur Diskussion sowohl ihrer Projekte als auch der Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Forschungsmethoden ein.
Die Ringvorlesung richtet sich an Studierende, Forschende und Lehrende sowie an alle Interessierte, die Themenfelder der Sozialen Arbeit näher kennenlernen und sich mit ihren Forschungsmethoden vertraut machen möchten. Der Besuch nur einzelner Veranstaltungen ist willkommen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.​


Programm WS 2017/18

28.11.2017 Raum: 04.1.007

Teilnehmende Beobachtung im Feld der partizipativen Quartiersentwicklung

Marina Vukoman M.A.
Fachhochschule Dortmund

Am Beispiel des Projektes „QuartiersNETZ" soll die Me­thode der Teilnehmenden Beobachtung in der Tradition der sozialwissenschaftlichen Feldforschung dargestellt werden. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt verfolgt das Ziel, eine partizipative Kultur der Quartiersentwicklung mit (u.a. be­nachteiligten) älteren Erwachsenen zu etablieren und Teilhabe zu ermöglichen. Ziel der Untersuchung war es, die Schwierig­keiten und Gelingensbedingungen „echter" Partizipation und der Vernetzungsarbeit im Quartier zu erforschen.
Neben grundsätzlichen Herausforderungen, die die Methode der Teilnehmenden Beobachtung mit sich bringt, sollen an dieser Stelle auch die Besonderheiten der Feldforschung dis­kutiert werden.

Vukoman_Teilnehmende Beobachtung im Feld der partizipativen Quartiersentwicklung.pdf


19.12.2017 Raum: 04.E.002

Die Fotobefragung als Forschungszugang zu Lebens­welten und Alltagserfahrungen von Jugendlichen

Dr. Hanna Weinbach
Universität Siegen

Um Aufschluss über Sichtweisen und Handlungsorientierun­gen von Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten in Bezug auf ihre Alltagserfahrungen zwischen Schule, Familie, Peers, Freizeitaktivitäten, Medien und sozialen Hilfen zu gewinnen, wurde im Rahmen einer Teilstudie des Forschungsprojektes ,,Folgen sozialer Hilfen" an der Universität Siegen eine Fotobe­fragung durchgeführt. Das erhobene Datenmaterial in Form von Bildern, Interviewtranskripten und Beobachtungspro­tokollen wird mit der Dokumentarischen Methode nach Ralf Bohnsack ausgewertet.
In dem Vortrag werden Hintergrund, Design und ausgewählte Ergebnisse der Studie vorgestellt und Erfahrungen mit dem Er­hebungs- und Auswertungsverfuhren reßektiert.


23.01.2018 Raum: 04.E.002

Standardisierte Befragung in der Versorgungsforschung am Beispiel lnRegA-Dem (Inanspruchnahme und Nutzbarkeit regionaler Angebotsstrukturen bei Demenz)

Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich
KatHo NRW Aachen

Aufgrund demographischer Entwicklungen werden die The­men der häuslichen Versorgung von Menschen mit Demenz (MmD) durch versorgende Angehörige (vA) und regionale Netzwerkstrukturen immer häufiger diskutiert. Das Projekt untersucht die Inanspruchnahme und Nutzbarkeit von Ange­botsstrukturen mit dem Ziel, häusliche Versorgungsarrange­ments langfristig zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Methodik: Es werden offene (Fokusgruppen mit Stakeholdern) und standardisierte Methoden (Fragebogenerhebungen) der Datenerhebung genutzt. Die Datenauswertung erfolgt auf der Basis quantitativer Verfahren.


30.01.2018 Raum: 04.E.002

Wie kritisch ist die Kritische Diskursanalyse? Skizze eines Analysekonzepts

Dr. Margarete Jäger
Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung

Die Kritische Diskursanalyse (KDA) versteht sich als ein Kon­zept qualitativer Sozialforschung, das insbesondere von den Schriften Michel Foucaults inspiriert ist und Vorschläge ent­hält, wie sich Diskurse analysieren und interpretieren lassen. Dabei besteht ihr kritisches Potential vor allem darin, dass mit ihr besonders gesellschaftlich brisante Themen problematisiert und kritisiert werden können. Denn Kritische Diskursanalyse nimmt die Geschichtlichkeit der Diskurse, ihre Genealogie, in den Blick und berücksichtigt dabei den Umstand, dass die Deutung von Wirklichkeiten stets auf der Folie von Wissen stattfindet, das es zu hinterfragen gilt.
Im Vortrag soll das theoretische und methodische Kon­zept der KDA vorgestellt und das konkrete Vorge­hen anhand einer Analyse des deutschen Flucht­diskurses von 2015/2016 skizziert werden.





​​ProgrammFlyer & Poster

Programmflyer zum Download

​​RVL_Flyer.pdf


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Infos zur Anfahrt & Barrierefreiheit

Hier finden Sie Informationen zur Anreise und Barierefreiheit sowie möglichen Barrieren beim Zugang.

Eine Anfahrtskizze finden Sie auch im Programmflyer, den Sie oben auf dieser Seite als PDF herunterladen können.

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Kontakt

forschungsteam.soz-kult@hs-duesseldorf.de

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Archiv

​​​Hier finden Sie Programm und Infos zu den letzten Ringvorlesungen.


 
 



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