Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

​​​​​Ringvor​​​lesung 

Forschungsprojekte und Forschungsmethoden der Sozialen Arbeit​

Wintersemester 2015/16​​​​

MONTAGS 11:00-12:30 UHR | Raum 1.85 | Gebäude 24.21


Wie überprüft man eigentlich, ob sozialpädagogische Interventionen den Handlungsspielraum von Klient*innen tatsächlich verändern? Kann ich genau messen, wie wirksam eine Maßnahme ist? Welche Folgen hat die Wirkungsorientierung auf die Praxis der Sozialen Arbeit? Dies alles sind Fragen, die sich der Forschung der Sozialen Arbeit stellen. Doch welche Methoden und Zugänge eignen sich für welche Forschungsfragen? Wann sind qualitative Methoden hilfreicher, wann quantitative Methoden?

​Diesen Fragen geht die Ringvorlesung nach, indem verschiedene aktuelle Forschungsprojekte aus der Sozialen Arbeit und ihren Nachbarwissenschaften vorgestellt werden. Lehrende aus verschiedenen Hochschulen stellen ihre Projekte vor, erläutern Fragestellung, Forschungsdesign, Anwendung und Ergebnisse und laden zu einer Diskussion der Stärken und Grenzen verschiedener Forschungsmethoden ein.

Die Ringvorlesung steht allen Interessierten offen und richtet sich an Studierende, Forschende, Lehrende und Praktiker*innen sowie alle, die einen Einblick in die aktuelle Forschung der Sozialen Arbeit und ihre Forschungsmethoden gewinnen möchten. Hochschulexterne Personen sind ausdrücklich eingeladen!

Für Studierende gibt es zwei Begleitseminare, eins für Bachelor und eins für Master. Sie werden beide von Prof. Dr. Charlotte Hanisch und Prof. Dr. Simone Leiber geleitet. Anmeldung über das KomVor. 


Aktuelles zur Ringvorlesung

  • 14.1.2015 | AUSFALL VORTRAG DR. BETTINA KLEINER am 18.1.
    Wegen Erkrankung der Referentin fällt der Beitrag "Vom Erkenntnisinteresse zum Interviewgespräch: Orientierungen, Wegweiser und Fallstricke" von Dr. Bettina Kleiner (Uni Hamburg) am kommenden Montag, dem 18.01.2016 leider aus.
    Für die Studierenden der Begleitseminare gibt es ein Alternativprogramm. Bitte schauen Sie ins Moodle, dort finden Sie mehr Informationen zum Programm am Montag.

  • 16.11.2015 | Erneute Programmänderung - neues Vortragsthema am 23.11.2015: Dieses Semester ist das Programm leider aufgrund von nicht vorherplanbaren Krankheiten und anderen wichtigen Zwischenfällen auf Seiten der eingeladenen Referent*innen ständig in Bewegung. Bedauerlicherweise muss der Vortrag von Fabian Virchow am 23.11.2015 entfallen. Stattdessen wird Verena Eickhoff ihr noch laufendes diskursanalytisches Forschungsprojekt unter dem Titel "Zur Diskursanalyse von Problematisierungsweisen am Beispiel des Umgangs mit Diversität in der Hochschulentwicklung" vorstellen. Ankündigungstext siehe unten.

  • 26.10.2015 | Aktualisierter Flyer: Der Programmflyer und das Poster wurden aktualisiert und können oben rechts auf dieser Seite als PDF heruntergeladen werden.

  • 26.10.2015 | Programmänderung für den 9.11.2015: Der Beitrag von Dr. Bettina Kleiner muss leider verschoben werden und findet nicht im November, sondern erst im Januar, am 18.1.2016, statt.
    Die Studierenden der Begleitseminare haben am 9.11. alternativ eine Seminarsitzung.

  • Raumänderung: Aufgrund des großen Interesses wird die Vorlesung im Hörsaal 1.85 stattfinden, nicht in Raum 2.26.

  • Programmänderung am 26.10.: Thema und Referent*in für den Auftaktvortrag haben sich geändert. Der Beitrag von Katrin Cudak muss leider entfallen. Dafür wird Anne van Rießen das Projekt ihrer kürzlich abgeschlossenen Doktorarbeit unter in dem Beitrag "Nutzen und Nutzung im Fokus: Möglichkeiten und Grenzen der Grounded Theory" vorstellen.


Programm WS 2015/16

26.10.2015 | PROGRAMMÄNDERUNG: Nutzen und Nutzung im Fokus: Möglichkeiten und Grenzen der Grounded Theory | Anne van Rießen (HS Düsseldorf)

Vor dem Hintergrund der sozialpolitischen Aktivierungsprogrammatik einerseits und der damit einhergehenden Individualisierung und Pädagogisierung andererseits steht in dem hier auszugsweise vorgestellten Forschungsprojekt die Fragestellung im Vordergrund, welchen Nutzen theaterpädagogische Maßnahmen für junge Erwachsene haben, die an diesen teilnehmen (müssen). Um diesem Anspruch – subjektive Darstellungen und gesellschaftliche Verhältnisse in ihrer Wechselseitigkeit aufeinander zu beziehen – nachzugehen, wurden so von Anne van Rießen, basierend auf der Grounded Theory, 25 leitfadengestützte Interview mit jungen Erwachsenen, die an theaterpädagogischen Maßnahmen teilgenommen haben, geführt. Im Rahmen des Vortrags wird die Frage im Vordergrund stehen, welche Möglichkeiten und Grenzen die Grounded Theory im konkreten Forschungsprozess aufgezeigt hat. 

Die Folien zur Vorlesung finden Sie in Kürze Moodle.


02.11.2015 | Organisationen beobachten. Methodologie und Empirie pädagogischer Organisationsethnographie | Vertr.Prof. Dr. Nicolas Engel (Ruhr-Universität-Bochum)

Achtung! Diesmal Beginn erst um 11:30 Uhr (bis 13:00 Uhr)

Was ist pädagogisch-ethnographische Organisationsforschung? Wie und mit welchem Erkenntnisgewinn können Organisationen aus pädagogischer Sicht beobachtet (und übersetzt) werden? In Bezugnahme auf empirische Befunde zum Lernen grenzüberschreitender Einrichtungen der Jugend- und Weiterbildung diskutiert der Vortrag Herausforderungen und mögliche Wege einer pädagogischen Organisationsethnographie. Einer übersetzungstheoretischen Begründung des Gegenstands (Organisationales Lernen als Übersetzung) folgend wird die Verschränkung teilnehmend-beobachtender, artefakt- und besprechungsanalytischer Verfahren als idealtypisches Design zur ethnographischen Erforschung organisationalen Lernens (verstanden als Lernen in und von Organisationen) vorgeschlagen.

09.11.2015 | Vom Erkenntnisinteresse zum Interviewgespräch:
Orientierungen, Wegweiser und Fallstricke | 
Dr. Bettina Kleiner (Universität Hamburg)

TERMINVERSCHIEBUNG: Der Beitragmuss leider auf den 18.1.2016 verschoben werden.

Am Beispiel meiner Untersuchung der Schulbiographien von LGBT*Q Jugendlichen wird der Weg von ersten Forschungsideen zur Planung und Durchführung eines episodischen Interviews aufgezeigt. Dazu gehören die Differenzierung des Erkenntnisinteresses auf der Grundlage der Geschlechtertheorie Judith Butlers, das Kontaktieren der Proband_innen und der konkrete Verlauf des Interviewgesprächs. Besondere Aufmerksamkeit kommt den Herausforderungen eines solchen Prozesses und Möglichkeiten, diesen zu begegnen, zu.


16.11.2015 | Trotz Pflege kein Vereinbarkeitsproblem? Typische Arrangements, Ressourcen und Unterstützungsbedarfe erwerbstätiger, pflegender Söhne | Prof. Dr. Simone Leiber (HS Düsseldorf)

Vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl von Pflegebedürftigen stellt sich die Frage, wie künftig deren Versorgung gewährleistet werden kann. Die Rolle von Männern in der Pflege wird dabei häufig vernachlässigt. Das Projekt analysiert typische Strukturen und Problembewältigungsstrategien erwerbstätiger pflegender Söhne in häuslichen Pflegearrangements. Methodisch wurden problemzentrierte Interviews mit 37 pflegenden Söhnen durchgeführt. Im Rahmen der Ringvorlesung wird die EDV-gestützte Auswertung der qualitativen Interviews nach dem Verfahren des thematischen Kodierens präsentiert und kritisch reflektiert.


23.11.2015 | PROGRAMMÄNDERUNG: Zur Diskursanalyse von Problematisierungsweisen am Beispiel des Umgangs mit Diversität in der Hochschulentwicklung | Verena Eickhoff  (HS Düsseldorf)

Aktuell lässt sich eine Konjunktur des Redens über Vielfalt und Diversität im Kontext Hochschule feststellen. Hochschulen werden als Raum konstruiert, der durch personale und soziale Vielfalt gekennzeichnet und in dem mit Diversity umzugehen ist. Doch wieso muss angesichts von Diversität gehandelt werden? Wodurch wird Diversity zum „Problem“? Wie und welche Differenzen werden konstruiert? Was gilt als richtiger und guter Umgang mit Vielfalt? In welches Verhältnis werden Diversity, Chancengleichheit und soziale Ungleichheit gesetzt? Diesen Fragen geht das noch laufende Forschungsprojekt vor dem Hintergrund der Reformen und organisationalen Veränderungen der Hochschule in den vergangenen 20 Jahren mithilfe einer auf Problematisierungsweisen fokussierten Diskursanalyse verschiedener Dokumente wie Leitbilder und Strategiepapiere nach. Im Vortrag werden zentrale Aspekte des Forschungsprojekts mit Fokus auf Forschungsdesign und Methode der Diskursanalyse sowie erste Ergebnisse vorgestellt.

Der Beitrag von Prof. Dr. Fabian Virchow fällt leider aus!

23.11.2015 | Zur Berichterstattung über die NSU-Morde an Migranten | Prof. Dr. Fabian Virchow (HS Düsseldorf)

Im Zeitraum 2000 bis 2006 ermordete eine neonazistische Gruppe neun Menschen mit Migrationsbiografie. Die Studie untersucht die Berichterstattung deutsch- und türkischsprachiger Printmedien über die Morde vor Bekanntwerden der Täterschaft. Das Forschungsprojekt verbindet eine bild-diskursanalytische Zugangsweise mit Expert*inneninterviews. Zeitungsartikel und Interviewtranskripte stellen das Datenmaterial dar, das mit MAXQDA ausgewertet wurde.


7.12.2015 | Reformideen zu „inklusiver Berufsausbildung“ im Spiegel von ExpertInnenmeinungen | Prof. Dr. Ruth Enggruber (HS Düsseldorf)/ Dr. Joachim Gerd Ulrich (BIBB Bonn)

2013 hat Ruth Enggruber auf der Basis des breiteren Inklusionsverständnisses der UNESCO Reformideen zur inklusiven Gestaltung der Berufsausbildung entwickelt. Um auszuloten, auf welches Echo diese Reformideen in der Bildungspolitik treffen, hat sie fünf explorative Experteninterviews mit relevanten berufsbildungspolitischen Akteuren geführt und ausgewertet. Ausgehend von diesen Ergebnissen wurde unter Federführung von Joachim Gerd Ulrich gemeinsam mit anderen Kolleginnen aus dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine standardisierte Online-Befragung realisiert. 300 Berufsbildungsfachleute wurden zu ihrer Meinung und ihren Einschätzungen zur Umsetzbarkeit der Reformideen befragt.


14.12.2015 | Befragung von Jugendlichen zum Gesundheitsverhalten - Von der Idee zum Fragebogen | Prof. Dr. Harald Michels (HS Düsseldorf)

In der Untersuchung zum „Einfluss der Eltern auf das Gesundheitsverhalten von Jugendlichen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Stressregulation“ wurden 1555 Jugendliche mit einem standardisierten Fragebogen befragt. Vor dem Hintergrund der Forschungsfrage wurden vorliegende Untersuchungen gesichtet und für die eigene Nutzung geprüft, Fragebogen-  Items formuliert und gegliedert, die Skalierungen diskutiert und festgelegt. In einem Pre-Test wurde der Fragebogen getestet. Berichtet wird von den zahlreichen Erfahrungen und von unvorhergesehenen Problemen bei der Befragung.


04.01.2016 | SCEP – Ein schulbasiertes Coaching zum Umgang mit expansivem Problemverhalten bei Grundschulkindern | Charlotte Hanisch (HS Düsseldorf)

Expansives Problemverhalten (Regel- und Aufmerksamkeitsprobleme) beeinträchtigt die schulische Entwicklung betroffener Kinder. International werden evidenzbasierte Maßnahmen zum Umgang mit expansivem Problemverhalten im Kontext Schule beschreiben. SCEP versucht, diese Strategien auf deutsche Grundschulen zu übertragen. 60 Grundschullehrer/innen haben über 12 Wochen an einem Coaching teilgenommen.  In einer als Eigenwartekontrollgruppendesign angelegten Befragung berichten sie von einer Reduzierung kindlicher Aufmerksamkeitsprobleme und von weniger Regelproblemen. Individuell festgelegtes Zielverhalten wurde durch das Coaching erreicht.


11.01.2016 | Langzeitprojekt zur Wirkung von Hilfen zur Erziehung | Prof. Dr. Michael Borg-Laufs (HS Niederrhein)

Ausgangspunkt des Projektes war, dass die Ergebnisse der Jugendhilfewirkungsforschung insgesamt noch wenig differenziert sind. Insbesondere Fragen zur differentiellen Indikation (Wem hilft bei welcher Problemkonstellation welche erzieherische Hilfe?) können noch kaum auf empirischer Grundlage beantwortet werden. Wir haben 132 Familien, die in Mönchengladbach eine von sechs ausgewählten Hilfen zur Erziehung bekamen, bis zu max. vier Jahren einmal jährlich mit verschiedenen Instrumenten Diagnosetabellen, Interviews oder Fragebögen untersucht. Die Ergebnisse wurden teilweise mit Cluster- und Faktorenanalysen strukturiert, teilweise mit Regressionsanalysen auf statistische Zusammenhänge untersucht.


18.01.2016 | Vom Erkenntnisinteresse zum Interviewgespräch:
Orientierungen, Wegweiser und Fallstricke | Dr. Bettina Kleiner (Universität Hamburg)

Am Beispiel meiner Untersuchung der Schulbiographien von LGBT*Q Jugendlichen wird der Weg von ersten Forschungsideen zur Planung und Durchführung eines episodischen Interviews aufgezeigt. Dazu gehören die Differenzierung des Erkenntnisinteresses auf der Grundlage der Geschlechtertheorie Judith Butlers, das Kontaktieren der Proband_innen und der konkrete Verlauf des Interviewgesprächs. Besondere Aufmerksamkeit kommt den Herausforderungen eines solchen Prozesses und Möglichkeiten, diesen zu begegnen, zu.

ProgrammFlyer & Poster

Poster Ringvorlesung 2015 | neu (pdf)

Programmflyer Ringvorlesung 2015/16 | neu (pdf)

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Teaserbild

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Infos zur Anfahrt & Barrierefreiheit

Hier finden Sie Informationen zur Anreise und Barierefreiheit sowie möglichen Barrieren beim Zugang.

Eine Anfahrtskizze finden Sie auch im Programmflyer, den Sie oben auf dieser Seite als PDF herunterladen können.

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Kontakt

V. Eickhoff

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Archiv

​​​Hier finden Sie Programm und Infos zu den letzten Ringvorlesungen.

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