Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

TiWo - Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung​

Das interdisziplinäre Forschungsvorhaben „TiWo – Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung“ ist am 01. November 2019 angelaufen. Bis Ende Juli 2022 wird im Rahmen des zweiten Landesförderplans „Alter und Pflege“ ein Konzept entwickelt, mit dem niederschwellige und qualifizierte Beratungsangebote im Kommunal- bzw. Quartierskonzept ermöglicht werden können.

Vor dem Hintergrund zunehmender Hochaltrigkeit und Singularisierung steht die pflegerische Versorgung vor großen Herausforderungen. Während die Zahl pflegebedürftiger Menschen kontinuierlich steigt, sinkt die Zahl jener, die für Pflege und Betreuung aufkommen können. Technische Hilfsmittel können hier eine wichtige Rolle übernehmen, indem sie  Menschen mit Pflegebedarf, mit einer Behinderung und/oder einer Demenz sowie ihre Angehörigen bei alltäglichen Aktivitäten, der Organisation und Kommunikation sowie der Förderung von Selbstbestimmung und Teilhabe unterstützen. Gleichzeitig verfügen sie über Präventionspotenziale  für unterschiedliche Zielgruppen, z.B. tragen zur Entlastung pflegender Angehöriger bei und erleichtern damit die Vereinbarkeit von Sorgetätigkeiten und beruflichen Aufgaben. Trotz einer Vielzahl technischer Entwicklungen fehlt es bisher an anbieterneutralen und qualitätsgesicherten Beratungsangeboten, die über vorhandene Technologien, ihre Finanzierungsmöglichkeiten, rechtliche und ethische Rahmenbedingungen ihrer Nutzung sowie deren Integration in die Wohnumgebung informieren. 

Der damit einhergehenden geringen Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen mit assistiven Technologien soll durch eine an diese neuen Bedarfe angepasste Wohnberatung entgegengewirkt werden. Dazu soll das Wissen im Projekt TiWo gebündelt, in enger Zusammenarbeit mit den Wohnberatungsstellen in NRW zu einem neuen Beratungskonzept zusammengeführt und regionale Kompetenzzentren für die Wohnberatung in NRW eingerichtet werden. Die Zielgruppe der Kompetenzzentren umfasst alle Menschen die Wohnberatung nutzen, Akteur*innen aus ambulanter und stationärer Pflege und Vertreter*innen aus der Wohnungswirtschaft

So sollen einerseits technische Produkte kategorisiert sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten systematisch zusammengestellt werden. Andererseits wird ein Bewertungsleitfaden erstellt, welcher ethische Qualitätsstandards benennen soll. Darüber hinaus soll eine Online-Plattform für interne Kommunikation entwickelt werden, um eine Vernetzung aller Wohnberatungsstellen zu gewährleisten.

Das Projekt wird auf Hochschulseite von Manuela Weidekamp-Maicher aus dem Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften und Manfred Wojciechowski aus dem Fachbereich Medien geleitet. Es besteht eine Kooperation mit Susanne Tyll (Beratung-Fortbildung-Projektentwicklung).

​​Projektleitung

Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher (FB Sozial- und Kulturwissenschaften)

Prof. Dr. Manfred Wojciechowski (FB Medien)

Wissenschaftliche Mitarbeit

Wolf Eric Pohlmann, Arthur Drewniok und Ina Helmes

Laufzeit

November 2019 - Juli 2022 

Kooperation

Susanne Tyll, Beratung-Fortbildung-Projektentwicklung
 

Förderer

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen