Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

​Auftaktveranstaltung zum Projekt am 15.05.2017


Menschen mit Pflegebedarf sollen in der stationären Altenpflege nicht nur gut versorgt werden, sondern auch ein selbstbestimmtes Leben führen können, sodass eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich ist. Dazu verpflichten nicht zuletzt die Vorgabender UN-Behindertenrechtskonvention und dasWohn-und Teilhabegesetz NRW.
Mit dem im Januar 2017 gestarteten Projekt sollen grundsätzlich folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie können Wünsche und Bedarfe von Bewohnerinnen und Bewohnern stationärer Altenpflegeeinrichtungen hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Teilhabe innerhalb und außerhalb der Einrichtung festgestellt und berücksichtigt werden?

  • Wie kann auf dieser Basis das Recht auf selbstbestimmte Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner umgesetzt werden?

 
Das Projekt wird vom Caritas-Verband für das Erzbistum Kölne.V. (DiCV) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Düsseldorf und demTeilhabe-Experten Dr. Harry Fuchs durchgeführt und läuft noch bis Ende 2019. Es wird gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW.
Ziel des Projektes ist - auf der Basis von qualitativen und quantitativen Erhebungen in ausgewählten Praxiseinrichtungen - die Entwicklung und Erprobung eines praxistauglichen Musterrahmenkonzeptes, das interessierten Einrichtungen zur Verfügung gestellt und vom Ausschuss Alter und Pflege des Landes NRW für die Anwendung empfohlen werden soll.
Am 15.05.2017 fand die Auftaktveranstaltung zum Projekt in Köln statt. Zu Beginn der Veranstaltung wurde der Hintergrund und die Struktur des Projektes sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen von selbstbestimmter Teilhabe erläutertet. Es folgten Schlaglichter der aktuellen Debatte aus Theorie und Praxisforschung durch Frau Prof. Dr. Leiber und Herrn Prof. Dr. Bleck von der Hochschule Düsseldorf. In anschließenden Workshops diskutierten die zirka 40 Vertreterinnen und Vertreter von stationären Altenpflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsverbänden über die Möglichkeiten und Grenzen selbstbestimmter Teilhabe. Unteranderem wurden der Umgang mit strukturellen Herausforderungen und mit der Veränderung der Bewohnerschaft, die besonderen Anforderungen bezüglich dementiell eingeschränkter Bewohnerinnen und Bewohner sowie die erforderlichen personellen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter thematisiert. „Wir sind stolz, mit Einrichtungen aus dem Erzbistum Köln ein solches Projekt durchzuführen, die beteiligten Einrichtungen öffnen der Hochschule ihre Türen, um die Wahrnehmung und Umsetzung der Teilhabe-Wünsche der Bewohner zu optimieren“, so Helene Maqua, Abteilungsleitung der Abteilung Altenhilfe des Diözesan-Caritasverbandes.„Der Bewohner steht bei diesem Projek tim Mittelpunkt“.


Präsentation der Workshop-Ergebnisse

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Stimmungsabfrage: Wie blicke ich auf die Umsetzung von Teilhabe nach Maßgabe des Wohn- und Teilhabegesetzes in meiner Einrichtung/meines Verbandes?

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