Juni 2026: Sozialraumkartierung Landau und Sozialraumanalyse Germersheim
Das Projekt ESIS ist in die nächste Phase gestartet. Nachdem im Landkreis Germersheim die Verbandsgemeinden Kandel und Lingenfeld sozialräumlich kartiert wurden, wurden zwei Ortsgemeinden für eine detaillierte Sozialraumanalyse ausgewählt, die nun umgesetzt wurde. In der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz startete derweil die sozialräumliche Kartierung.
Sozialraumkartierung in Landau in der Pfalz
In vier Gruppeninterviews mit ehrenamtlich Engagierten, mit Fachkräften der Seniorenarbeit und mit Vertreter*innen der Kommunalpolitik wurde in Landau darüber gesprochen, welche sozialräumlichen Grenzen der Lebenswelt der Menschen vor Ort entsprechen und aus dieser Perspektive sinnvoll sind. Es wurde sowohl über die Stadtdörfer als auch über die verschiedenen Bereiche der Innenstadt angeregt diskutiert. Dabei zeichneten die Gruppen jeweils mögliche neue Zuschnitte von Sozialräumen auf Karten der Stadt Landau ein. Die Ergebnisse der Interviews werden nun von HSD und Pflegestrukturplanung gemeinsam mit statistischen Daten verwendet, um in Zusammenarbeit mit der GIS-Stelle und der Jugendhilfeplanung neue, der Lebenswelt der Bewohner*innen entsprechende Sozialräume bestimmen zu können.
Sozialraumanalysen in Freckenfeld und Lustadt
Im Mai und Juni fand eine Reihe von Online-Terminen mit der HSD, den Pflegestrukturplanerinnen des Landkreises Germersheim und Schlüsselpersonen aus den Ortsgemeinden Freckenfeld und Lustadt statt. Ziel war, die Beteiligten für die Umsetzung einer Sozialraumanalyse vorzubereiten. Einige der vorgestellten Methoden wurden von den Pflegestrukturplanerinnen zeitnah in Lustadt und Freckenfeld umgesetzt - mit verschiedenen Zielgruppen und Fragestellungen. Am 15. und 16.06. fanden dann in beiden Ortsgemeinden sozialräumliche Begehungen unter Begleitung des HSD-Teams statt. Als Teilnehmer:innen konnten haupt- und ehrenamtlich tätige Schlüsselpersonen aus den Ortsgemeinden gewonnen werden. Nach einer ausführlichen Besprechung der sozialräumlichen Besonderheiten erfolgte eine Begehung wichtiger Orte im Sozialraum. Es wurden Themen wie Mobilität, Nahversorgung, Gesundheit und Pflege, soziales Miteinander und Wohnen besprochen. Die Begehungen und der Austausch mit den Beteiligten brachte in beiden Ortsgemeinden wichtige Erkenntnisse zur Lebens- und Aufenthaltsqualität älterer Menschen hervor.
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Januar 2026: Auftakt im Landkreis Germersheim
Das Projekt ESIS startete am 20. und 21. Januar 2026 im Landkreis Germersheim mit der Projektarbeit vor Ort.
Prof. Dr. Ulrich Deinet und Dr. Maria Icking vom Forschungsteam waren zu Besuch bei der Kreisverwaltung, um vor Ort mit Fachleuten über die weiteren Schritte des Projekts zu sprechen und erste Eindrücke zu sammeln. Frau Schlindwein und Frau Krstev von der Geschäftsstelle „Regionale Pflegekonferenz, Pflegestrukturplanung, Bereich Senioren“ waren wichtige Gesprächspartnerinnen, die zudem für die beiden Tage ein umfangreiches Programm vorbereitet hatten.
Im Gespräch mit der ‚GIS-Stelle‘ (Geoinformationssystem) des Landkreises wurde eruiert, welche Daten gegebenenfalls für eine datenbasierte Kartographie und eine sozialräumliche Darstellung von Planungsräumen über die bisherigen Pflegebezirke zur Verfügung stehen. Weitere Gesprächspartnerinnen im Kreishaus kamen aus den Bereichen Gesundheit, Prävention, Soziale Hilfen oder der Ehrenamtskoordination. Auch der erste Beigeordnete des Landkreises Germersheim, Herr Buttweiler, verantwortlich für den Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit, begrüßte das Projektteam und informierte aus seiner Sicht zum Beispiel auch über die Vernetzungsmöglichkeiten mit der Jugendhilfeplanung.
Es fanden auch bereits Treffen mit Vertreter:innen der beiden im nächsten Schritt näher zu untersuchenden Verbandsgemeinden Kandel und Lingenfeld statt. Bei diesen Terminen, von denen einer im Rathaus von Lingenfeld stattfand, konnten erste Überlegungen für einen weiteren Forschungsaufenthalt vor Ostern angestellt werden, bei dem es dann um Gruppen-interviews mit Seniorenbeauftragten, Ortsbürgermeister:innen und Schlüsselpersonen aus Vereinen geht.