Hochschule Düsseldorf

Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies
Sozial- und Kulturwissenschaften / Sozial- & Kulturwissenschaften, Sozial- und Kulturwissenschaften, Sozialarbeit, Soziale Arbeit, Drogenhilfe, Konsumentenforschung
24.08.2026

Sozialmagazin zu "Cannabis, Crack & Co" erschienen

​​​​​Die aktuelle Ausgabe des Sozialmagazins widmet sich unter dem Titel „Cannabis, Crack & Co.​“ den tiefgreifenden Veränderungen von Drogenpolitik und Drogenmärkten in Deutschland und ihren Folgen für die Soziale Arbeit. Die Teillegalisierung von Cannabis markiert einen lange kaum vorstellbaren Einschnitt in der deutschen Drogenpolitik. Gleichzeitig stellen die hohe Verfügbarkeit von Kokain und Crack sowie die mögliche weitere Verbreitung synthetischer Opioide die Soziale Arbeit vor neue Herausforderungen.


Die von Christoph Gille (Hochschule Düsseldorf) und Gunther Graßhoff (Universität Hildesheim) herausgegebene Ausgabe fragt danach, welche theoretischen und praktischen Antworten Soziale Arbeit auf diese Veränderungen geben kann. Beiträge aus Wissenschaft und Praxis sowie zahlreiche Interviews nehmen unter anderem die Cannabisregulierung, Prävention und Beratung in der Jugendhilfe und die Bedeutung von Selbstvertretung drogengebrauchender Menschen in den Blick.


Die FNuST ist in der Ausgabe mit mehreren Beiträgen vertreten. Anne van Rießen und Lisa Scholten greifen Ergebnisse der Begleitforschung zur Niedrigschwelligen Unterbringungs- und Beratungsstelle Moskauer Straße (NUB)​ in Düsseldorf auf. Sie zeigen, welche Bedeutung akzeptierende und niedrigschwellige Wohn- und Unterstützungsangebote für obdachlose drogengebrauchende Menschen haben können.

Christoph Gille und Daniel Deimel stellen zentrale Ergebnisse des Open Drug Scene Survey NRW 2024 vor. Die Studie gibt auf Grundlage von Befragungen von mehr als 500 Menschen in Düsseldorf, Essen, Köln und Münster Einblicke in die Lebenslagen, Konsummuster und Zugänge zu Hilfsangeboten in offenen Drogenszenen. Sie zeigt unter anderem die hohe Verbreitung von Crack, massive soziale Ausschlüsse und die Bedeutung niedrigschwelliger Hilfen.

Die Ausgabe macht damit sichtbar, wie eng aktuelle Veränderungen des Drogenkonsums mit Fragen von Armut, Wohnungslosigkeit, gesundheitlicher Versorgung und gesellschaftlicher Teilhabe verbunden sind – und welche Antworten eine subjektorientierte Soziale Arbeit darauf entwickeln kann. 


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