Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

​Forschung im Kontext der Corona-Pandemie

Modi der (Re-)Aktionen Sozialer Arbeit


Im Rahmen des Forschungsprojektes IZESO wird u. a. mittels wiederkehrender Telefoninterviews mit Expert*innen der Sozialen Arbeit in differenten Handlungsfeldern (N=29) der Frage nachgegangen a) ob und wie die Corona-Pandemie in der Institution bzw. der Einrichtung den Erwerbsarbeitsalltag verändert, b) welche veränderten Bedürfnisse und Nutzungsoptionen damit für die Inanspruchnehmenden einhergehen und c) ob und wie das zivilgesellschaftliche Engagement in der Einrichtung eine (veränderte) Rolle spielt. Erste Ergebnisse zeigen drei verschieden Modi der (Re-)Aktionen auf, die von differenzierten Kontextbedingungen geprägt und abhängig sind.

Veröffentlichungen erster Ergebnisse:

  • van Rießen, Anne (2021): (Re)Politisierung Sozialer Arbeit - eine Chance in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche? Empirische Analysen im Hinblick auf die (Re)Aktionen Sozialer Arbeit während der Corona-Pandemie. In: Kniffiki, Johannes; Lutz, Ronald, Steinhaussen, Jan (Hrsg.): Corona, Gesellschaft und Soziale Arbeit. Neue Perspektiven und Pfade, Weinheim, S. 317-330.
  • van Rießen, Anne; Scholten, Lisa & Funk, Christian (2020): Soziale Arbeit in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche. In: Soziale Arbeit 11/2020, Berlin, S. 404-410.

Zivilgesellschaftliches Engagement in gesellschaftlichen Krisen und Umbrüchen


Im Rahmen des Forschungsprojektes Ezufoest stehen die „Corona-Hilfen“ im Fokus und hier insbesondere das zivilgesellschaftliche Engagement. Dazu wurden verschiedene methodische Zugänge integriert: (a) 20 qualitative Leitfadeninterviews mit Ad-hoc-Ehrenamtlichen der Coronahilfen (b) eine quantitative Online-Befragung der (potenziellen) Ehrenamtlichen der Coronahilfen, (c) ein Sprachnachrichtentagebuch eines hauptamtlichen Mitarbeiters der Coronahilfen sowie (d) eine formative Evaluation der Angebotsanpassungen und -erweiterungen während der Corona-Pandemie. Erste empirische Auswertungen liegen vor und werden im November 2020 veröffentlicht.

Veröffentlichungen erster Ergebnisse:

  • Sehnert, Liska & van Rießen, Anne (i. E. 2021): Alter(n) im Zeichen der Corona-Pandemie. Solidarität als Chance für gesellschaftliche Teilhabe. In: Obitz, Nikias Sebastian & Jacob, Silke (Hrsg.): Solidarität und Krise, Opladen, Berlin und Toronto.
  • Henke, Stefanie & van Rießen, Anne (i. E. 2021): Herausforderungen des Arbeitsfeldes instiutionaliserter Nachbarschaftshilfen zur Unterstützung allein lebender Menschen in Zeiten der Coronapandemie. In: Kniffiki, Johannes; Lutz, Ronald, Steinhaussen, Jan (Hrsg.): Gesellschaft und Soziale Arbeit. Neue Perspektiven und Pfade, Weinheim.
  • van Rießen, Anne & Henke, Stefanie (2020): Der Nutzen zivilgesellschaftlichen Engagements aus der Perspektive der Engagierten vor und während der Pandemiesituation. Eine Studie im Mixed-Method-Design. In: Voluntaris, Jahrgang 8 (2020), Heft 2, S. 205-225.

Temporäre Einrichtungen und Nutzungen von Lebensmittelausgaben


Viele Angebote der sogenannten Mitleidsökonomie wie Tafeln, Kleiderkammern etc. haben während der Corona-Pandemie schließen müssen. In Düsseldorf initiierten das soziokulturelle Zentrum ‚zakk‘ und die gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Obdachlosen ‚fiftyfifty‘ zum 1. April 2020 für bedürftige Menschen kurzfristig eine neue und temporäre Lebensmittelausgabe. Zur Unterstützung der dortigen Arbeit wurde eine Befragung der Nutzer_innen der Lebensmittelausgabe zusammen mit Prof. Dr. Reinhold Knopp durchgeführt. So konnten im Befragungszeitraum vom 26.05.2020 bis zum 12.06.2020 223 Personen erreicht werden. Die Umfrage umfasst unter anderem Fragen zum Zugang und der Nutzungsintensität der Lebensmittelausgabe, der gegenwärtigen subjektiven Situation währen der COVID-19-Pandemie und weiteren möglichen benötigten Unterstützungsleistungen.