Hochschule Düsseldorf

Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

​​​​​​​ Promovieren im Fachbereich SK

Im Fachbereich SK werden zahlreiche Promotionsprojekte durchgeführt, die meisten davon als kooperative Promotionen zwischen der HSD und einer Universität oder über das Promotionskolleg NRW. Bei den assoziierten Promotionen sind die Promovierenden inhaltlich oder organisatorisch eng mit dem Fachbereich SK verbunden. Diese Übersicht zeigt einige bereits abgeschlossene Promotionsprojekte von Promovend:innen und Mitarbeiter:innen des Fachbereichs SK seit 2019.
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​​​​​​​​​​​​Promotionsprojekte



​​​​Kai Hauprich

Die Nutzung von modernen Informations- und Kommunikations-techno​logien durch Menschen mit dem Lebensmittelpunkt Straße in Nordrhein-Westfalen​​​

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Moderne Informations- und Kommunikations-technologien wie Mobiltelefone und das Internet haben in den letzten beiden Dekaden massive gesellschaftliche Transformationsprozesse in Gang gesetzt. Insbesondere d​​as Internet hat sich von einem einfachen digitalen Kommunikationsmedium zu einer zentralen Infrastruktur weiterentwickelt. Entgegen den Erwartungen einiger Protagonisten der Digitalisierung wird jedoch bereits heute deutlich, dass nicht alle sozialen Gruppen den gleichen Zugang zu digitalen Medien finden können und nicht alle soziale Gruppen in gleicher Weise​​ von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren (Digital Divide). Vielmehr lässt sich zeigen, dass der digitale Wandel alte Formen sozialer Ungleichheit reproduziert und sogar teilweise neue Formen sozialer Ausgrenzung schafft (e-exklusion).
Über die Nutzung von Internet und Mobiltelefon durch Menschen mit dem Lebensmittelpunkt Straße (insbesondere wohnungslose und obdachlose Menschen) ist bis dato nur wenig bekannt. Untersuchungen im inter​​nationalen Kontext zeigen jedoch bemerkenswerterweise, dass der überwiegende Teil wohnungsloser und obdachloser Menschen über Mobiltelefone (Smartphones) verfügt und zu unterschiedlichsten Zwecken regelmäßig und intensiv das Internet nutzt.
Dieses Promotionsprojekt untersucht deshalb erstmalig im deutschen Kontext wie von Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit betroffene Menschen Handy und Internet nutzen. Über einen Methodenmix aus qualitativen Interviews und standardisierten quantitativen Befragungen wird herausgearbeitet wie Menschen mit Lebensmittelpunkt Straße digitale Medien nutzen, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Auch neue For​​​men digitaler Exklusi​on (e-exklusion) und die sich daraus ergebenden Implikationen für die professionelle Sozialarbeit und Wohnunglosenhilfe (neue Hilfsformen) sind Inhalte dieser Arbeit.

Betreuung:​

kooperative Promotion HSD - Universität Duisburg-Ess​​​en

DOI: 10.17185/duepublico/​74772​

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​​​Sara Madjlessi-Roudi

"Mitma​​chen, Mitwirken und Mitgestalten"?​

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Eine postkoloniale​ kritische Diskursanalyse der ​Konstruktion von Zivilgesellschaft in der Entwicklungspolitik des BMZ unter besonderer Berücksichtigung Afrikas (1998-2013)

​In den vergangenen Jahren ist Zivilgesellschaft zu einem wichtigen Akteur der internationalen und nationalen außen- und entwicklungspolitischen Auseinandersetzungen geworden. Auch im Fall der deutschen afrikapolitischen Diskurse wird häufig - und dabei zumeist positiv - auf Zivilgesellschaft Bezug genommen, wenn es darum geht außenpolitisches Handeln zu legitimieren. Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, Aufschlüsse über das Wissen über Zivilgesellschaft und die dahinter stehenden Bedeutungszusammenhänge und Implikate im Fall der deutschen Afrikapolitik zu erhalten. Dies geschieht mittels eines diskurs- und machtanalytischen Ansatzes, anknüpfend an die theoretischen Auseinandersetzungen von Michel Foucault. Ausgehend von dieser theoretischen Perspektive wird vorausgesetzt, dass der Begriff seine Bedeutung im Kontext unterschiedlicher politischer Positionen innerhalb deutscher Afrikapolitik erfährt und die diskursive Auseinandersetzung nicht losgelöst von ökonomischen, kulturellen und geopolitischen Machtgefügen und Interessen ​zu sehen ist.​​

Zivilgesellschaftsdiskurse müssen in ihrer Eingebundenheit in strategische Kämpfe um Hegemonie gesehen werden. Sie können daher nur ​​verstanden werden, wenn ihre Verk​nüpfung mit anderen Diskursen und angerufenen Akteuren, wie beispielsweise Staat und Privatwirtschaft, analysiert wird. Hier besteht eine Forschu​​​ngslücke, die das Dissertationsvorhaben mittels der Methode der Kritischen Diskursanalyse (KDA) nach Siegfried Jäger (2013) schließen will, um so zum Verständnis der Entwicklung afrikapolitischer Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre beizutragen.

Betreuung: ​​​

kooperative Promotion HSD - Universität Kassel​

ISBN: 978-3-89​771-777-0​​

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M​agdalena Pac

Diasporalpolitik in Sub-Sahara Afrika. Eine Politikfeldanalyse auf Basis der Fallbeispiele Ghana und Kamerun

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Die zunehmende internationale und interkontinentale Migration hat als Phänomen der Globalisierung in den vergangenen zwei Jahrzehnten erh​​ebliche Aufmerksamkeit in der sozialwissenschaftlichen Forschung erlangt. Seit einigen Jahren zunehmend haben auch die Rückwirkungen von Migrantinnen und Migranten auf ihre Heimatländer Beachtung gefunden. Die „Diaspora“ wurde – nicht nur aufgrund der hohen finanziellen Überweisungen in die Heimatländer – zunehmend als Entwicklungsfaktor entdeckt. Insbesondere auf Seiten der Herkunftsländer der Migranten wird versucht, das tatsächliche oder vermeintliche Potenzial der Migration durch politische Maßnahmen zu fö​​rdern. Dieses neue Politikfeld – in einigen Veröffentlichungen Diasporapolitik genannt – ist bislang kaum untersucht worden. Besonders große Lücken sind in der Beachtung der Diasporapolitik afrikanischer Staaten zu verorten. Das hier vorgestellte Dissertationsprojekt will einen Beitrag leisten, diese Lücke zu schließen. Durch eine methodische Kombination von Politikfeld- und Prozessanalysen soll exemplarisch die Diasporapolitik zweier Staaten in Sub-Sahara Afrika untersucht werden, die über große Diaspora-Gemeinschaften im Ausland verfügen: Ghana und Kamerun. Beide Staaten haben Ansätze einer Diasporapolitik entwickelt und bieten sich – bei ansonsten sozio-ökonomisch wie politisch unterschiedlichen Rahmenbedingungen – als Fallbeispiele an. Es wird dabei zum einen darum gehen, die Ansätze der Diasporapolitik zu beschreiben und zu analysieren. Zum anderen aber soll eine Analyse der politischen Prozesse im benannten Politikfeld herausarbeiten, welche Interessen und Erklärungsfaktoren hint​​er der Diasporapolitik stehen. Daraus sollen Rückschlüsse auf die Politik anderer afrikanischer Staaten abgeleitet werden.

Betreuung:

kooperative Promotion HSD - Universität Duisburg-Essen

 

DOI: 10.17185/du​​e​p​ublico/70942

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​Sabine Evertz

Habitus​, Ressourcen und Studienstrukturen – Passungen und Nicht-Passungen im Fachhochschulstudium​ ​

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Wie erleben Studierende ihr Studium und wie hängt dieses Erleben mit ihren Habitusmustern und Ressourcenausstattungen zusammen? Die soziologische Studie widmet sich aus ungleichheitstheoretischer Perspekti​​​​ve den Passungen und Nicht-Passungen im Fachhochschulstudium. Ergründet wurden Konstellationen von Habitusmustern, Ressourcenausstattungen und Studienstrukturen. Bei den Studienstrukturen handelt es sich unter anderem um studienorganisatorische Strukturen wie die Stundenplangestaltung, um unmittelbar auf die Lehre bezogene Strukturen wie Lehrmethoden und Prüfungsformen oder auch um Strukturen, die im Besonderen das soziale Miteinander betreffen wie die Studienatmosphäre. Die Ergebnisse basieren auf der Analyse von Leitfadeninterviews mit Studierenden der Studienfächer Soziale Arbeit und Maschinenbau sowie auf der Auswertung von Wochenbüchern, die Erstsemesterstudierende in der Studieneingangsphase verfasst haben.​ 

Betreuung:

kooperative Promotion HSD - Universität Duisburg-Essen​​​


DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-42309-4

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​Katja Jepkens

Nutzen der Sozialpädagogik in der außerbetrieblichen Berufsausbildung. Eine empirische Untersuchung der Perspektive von Nutzerinnen und Nutzern

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Der Wandel vom fürsorglichen zum aktivierenden Sozialstaat beeinflusst die Arbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte in den sozialen Dienstleistungen am Arbeitsmarkt und damit in Maßnahmen der außerbetrieblichen Berufsausbildung. Sie bewegen sich zunehmend in einem Spannungsfeld zwisch​en arbeitsmarktpolitischen Vorgaben und professionellen Ansprüchen, zwischen kurzfristiger, schneller Arbeitsmarktintegration und nachhaltiger, individueller Förderung, zwischen Employability und Ganzheitlichkeit. Soziale Arbeit muss unter diesen Bedingungen einerseits ihre Position finden und ist andererseits durch die Arbeitsverwaltung gefordert, ihren Beitrag zum Maßnahmeerfolg zu beweisen. Welchen Nutzen die Soziale Arbeit unter diesen Bedingungen in der Maßnahme BaE aus ​Sicht der Nutzer_innen (noch) hat, soll anhand einer qualitativen Untersuchung im Rahmen der sozialpädagogischen Nutzerforschung untersucht werden.

Betreuung: 

Kooperative Promotion HSD – Universität Duisburg-Essen

Personenseite: Katja Jepkens​

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​​​​​​Agata Skalska

"Kinder werden nicht erst zu Menschen, sie sind bereits welche!" Janusz Korczaks Bild vom Kind und seine Perspektive auf das Erwachsenen-Kind-Verhältnis

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Spätestens seit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention (1989) und ihrer Ratifizierung in fast allen Ländern werden Kindern Rechte zugesprochen, die ihnen Gleichbehandlung, mehr Handlungsmöglichkeiten, Partizipation, aber auch Schutz gewährleisten sollen. Im Artikel zwei wird auf die Gleichbehandlung und das Diskriminierungsverbot von Kindern aufmerksam gemacht [UN-KRK, Art.2]. In diesem Artikel bleibt jedoch unbeachtet, dass Diskriminierungen auch aus anderen Gründen, wie dem Alter erfahren werden können. Eine altersspezifische Diskriminierung kann auch aufgrund eines noch nicht erreichten Alters geschehen, d.h. aufgrund von „Minderjährigkeit“ bzw. der Zuschreibung ein Kind zu sein. Dieser Adultismus wird u.a. damit begründet, dass das Kind schutzbedürftig ist und Maßnahmen zum Wohle des Kindes wie bspw. Altersbeschränkungen ergriffen werden müssen. Das damit einhergehende Bild eines schutzbedürftigen Kindes setzt sich trotz der aktuellen Verortung des K​indes als sozialer Akteur in weiteren pädagogischen Konzepten und damit verbundenen pädagogischen Praxen fort.

Mit dem Alter begründete Diskriminierungsformen werden sowohl in den Diskursen zur Kindheitspädagogik als auch Kindheitsforschung bislang vernachlässigt, sodass sich dieser Gedanke in der Literatur kaum niederschlägt. Umso mehr verwundert es, dass Janusz Korczak (1878-1942) in seinen Werken schon zu Anfang des 20. Jahrhunderts auf diese Form von Diskriminierung aufmerksam gemacht und Rechte des Kindes formuliert hat, die ihr entgegenwirken sollen (Das Recht auf den eigenen Tod und das Recht auf Mitsprache). Daher wird in dieser Arbeit nach Janusz Korczaks Bild vom Kind und nach seiner Perspektive auf das Erwachsenen-Kind-Verhältnis gefragt, um relevante Erkenntnisse für den aktuellen Diskurs zu gewinnen und ihn mit Korczaks Position zu bereichern.

Betreuung:

Kooperative Promotion HSD –​ Universität Duisburg-Essen

Personenseite: Agata Skalska​


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Assoziierte PromotIonsprojekte​


Ina Conen​​​

Zwischen Hoffnung und ​​Garantie: Altersvorsorgehandeln im transnationalen Raum Deutschland-Türkei. Das Herausarbeiten von Optionen und ihre soziale Verteilung

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Vor dem Hintergrund der Bedeutungszunahme von Eigenverantwortung im Rahmen der sozialpolitischen Absicherung sozialer Risiken im Alter beschäftigt sich das Dissertationsprojekt mit der Identifizierung und Analyse des Altersvorsorgehandelns von Migrant/innen im mittleren Lebensalter. In einem qualitativen Design werden in 16 problembasierten Einzel-und Paarinterviews empirisch individuelle Strategien und Handlungen zur Ausgestaltung der individuellen Altersvorsorge von in Deutschland lebenden türkeistämmiger Migrant/innen. Angenommen wird eine Relevanz transnationaler Aktivitäten und Bindungen im transnationalen Raum Deutschland-Türkei als migrationsbedingte Ressource (Pries, 1996; Faist, 2000), welche zur Bewältigung der komplexen Anforderungen an das Vorsorgehandeln von in Deutschland lebendenden türkeistämmigen Menschen heran gezogen werden kann. Theoriesystematisch wird (i) Handeln akteurstheoretisch fundiert in handlungsprägenden sozialen Strukturen angenommen. (ii) Ursache, Rahmenbedingungen und Folgen von Migrationsbewegungen werden in dem vorliegenden Dissertationsprojekt als durch die strukturellen Bedingungen von Inklusion in funktionale Teilsysteme nationaler Wohlfahrtsstaaten bestimmt, verstanden. Im Ergebnis beabsichtigt die Arbeit eine Typologie von den Altersvorsorgehandeln hinterlegten sozialen Entscheidungsmechanismen im transnationalen Raum Deutschland-Türkei zu entwickeln.

Betreuung: 

kooperative Promotion TH Köln - Universität Duisburg-Essen

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​S​​arah J. Grünendahl​​

Die Situation US-amerikanischer Kriegsverweigerer in Kanada​

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Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der Fluchtmigration US-amer​ikanischer Kriegsverweigerer des Vietnam- bzw. Afghanistan-/Irakkriegs nach Kanada. Beiden ‚Kohorten' ist gemein, dass sie eine (militärische) Strafverfolgung in Kauf nahmen, indem sie sich einem Militäreinsatz in einem von ihnen als moralisch falsch​​ eingeordneten Krieg entzogen. Drastische Unterschiede bestehen hingegen in den Rahmenbedingungen, unter denen die Kriegsverweigerer jeweils zu ihrer Fluchtentscheidung kamen bzw. diese in die Tat umsetzten; insofern fungieren die Gruppen gewissermaßen als Kontrastfolien füreinander.

Das Erkenntnisinteresse gilt den Migrations- und Integrationserfahrungen der beiden genannten Kohorten; dabei geht ​es sowohl darum, die biographische Relevanz dieser Migrationsentscheidung im Allgemeinen zu beleuchten, als auch die Auswirkungen des Aufenthaltsstatus auf die gesellschaftliche Teilhabe im Besonderen offen zu legen. Ziel der Arbeit ist es​​​ herauszuarbeiten, welche Faktoren sich günstig auf d​​​ie Adaption von (Zwangs-)migrant*innen im Zielland auswirken und daraus Handlungsansätze für eine gelingende Inklusion zu entwickeln.

Die Analyse dieser Zusammenhänge stützt sich auf problemzentrierte Interviews mit Verweigerern der beiden genannten Kohorten. Ausgangspunkt der Studie war ihr bürgerschaftliches Engagement zugunsten eines dauerhaften Bleiberechts für die Afghanistan-/Ir​akkriegsdeserteure; berücksichtigt wurden aber auch andere Formen ehrenamtlicher Arbeit und Partizipation.​​

Betreuung:

DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-37840-0

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Laura​​ Schultz

Wie könn​​en sich "schwache Interessen"​ durchsetzen? Politische Prozessanalyse zum Bundesteilhabegesetz und die Rolle von Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderung​​​

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Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde ein neues Gesetz für Menschen mit Behinderung geschaffen, mit dem Ziel der Verbesserung der Selbstbestimmung und zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Dieser Reformprozes​s wurde Mitte 2014 durch eine Arbeitsgemeinschaft, an der auch Menschen mit Behinderung und ihre Verbände teilnehmen konnten, begonnen. Hier setzt das Promotionsvorhaben​ an. In der Dissertation wird davon ausgegangen, dass Verbände – auch die der schwachen Interessen (im Sinne der Verbändeforschung) – das Ergebnis einer Reform verändern können – so auch im Zuge des hier betrachteten Reformprozesses. Es ist daher anzunehmen, dass es bestimmte Schlüsselmomente im Rahmen der BTHG-Reform gab, in denen die Interessenverbände Einfluss auf die politischen Akteure ausüben konnten. Ziel ist es, am Beispiel der BTHG-Reform und mit Hilfe der Methode der Prozessanalyse zu rekonstruieren, inwiefern und wie sich schwache Interessen durchsetzen konnten.

Betreuung:

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