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Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

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Sozial- und Kulturwissenschaften / Stellungnahme, WTG-NRW, Landtag
10.07.2026

Stellungnahme zur anstehenden Novellierung des WTG NRW durch den Landtag NRW

In einer gemeinsamen Stellungnahme bewerten zentrale Fachorganisationen der Sozialen Arbeit den Entwurf eines Gesetzes zur Verwaltungsvereinfachung des Heimrechts sowie des Entwurfs einer Verordnung zur Durchführung des Wohn- und Teilhabegesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen – insbesondere in Bezug auf die Veränderungen zu Fachpersonen der sozialen Betreuung – kritisch.

Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit e. V., vertreten durch die Fachgruppe Soziale Arbeit in Kontexten des Alter(n)s, der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e. V. Landesverband Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Senior*innen-DBSH NRW, und die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e. V. haben Ende Juni 2026 eine Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Verwaltungsvereinfachung im Bereich des Heimrechts für das Land Nordrhein-Westfalen sowie zum Entwurf einer Verordnung zur Durchführung des Wohn- und Teilhabegesetzes beschlossen und in den parlamentarischen Prozess gegeben.

Mit dieser Stellungnahme erfolgt erstmals eine gemeinsame Positionierung dieser zentralen Fachorganisationen Sozialer Arbeit, weil mit zentralen, in den Entwürfen vorgeschlagenen Änderungen die Zukunft einer qualitätsvollen sozialen Betreuung in Wohn- und Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf in Frage steht. Denn anspruchsvolle Aufgaben der sozialen Betreuung müssen auch in Wohn- und Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen weiterhin von Fachpersonal übernommen werden!

Der zentrale Kritikpunkt dieser Stellungnahme bezieht sich darauf, dass der Entwurf der WTG DVO in § 1 die Anerkennung als Fachkraft in Unterstützungsangeboten nur noch nach § 15 Abs. 2 WTG_E vorsieht. Damit würde eine ordnungsrechtliche Grundlage für die Beschäftigung und Finanzierung von Fachpersonen der sozialen Betreuung in Wohn- und Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen entzogen und wären diese zukünftig nur noch für Einrichtungen der Eingliederungshilfe vorgesehen.

Bei Rückfragen zu dieser Stellungnahme steht Prof. Dr. Christian Bleck des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften gerne zur Verfügung. Er hat die Stellungnahme als Sprecher der Fachgruppe Soziale Arbeit in Kontexten des Alter(n)s der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit e. V. initiiert, koordiniert und in Zusammenarbeit innerhalb des Sprecher*innenteams sowie in Abstimmung mit den anderen Fachorganisationen Sozialer Arbeit verfasst. Die heimgesetzlichen Einordnungen und Vorschläge der Stellungnahme wurden insbesondere durch Prof. Dr. Harry Fuchs beraten sowie mit Prof. Dr. MatthiasMeißner ergänzend abgestimmt.

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Verwaltungsvereinfachung im Bereich des Heimrechts für das Land Nordrhein-Westfalen sowie zum Entwurf einer Verordnung zur Durchführung des Wohn- und Teilhabegesetzes Juni 2026