Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

​​​​​​​​​​Studies in Social Sciences and Culture

Wir freuen uns, Ihnen und Euch die Veröffentlichungen der neuen Online-Publikationsreihe Studies in Social Sciences and Culture. Aus der Forschung des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften der HSD vorzustellen. Die neue Schriftenreihe widmet sich vorwiegend aktuellen Themen der Sozialen Arbeit bzw. ihrer Bezugsdisziplinen und setzt besondere Akzente auf neue und innovative Forschungsfragen der Sozial- und Kulturwissenschaften. Ihre grundlegende Intention besteht darin, Wissenschaft und Forschung als einen dynamischen und lebendigen Prozess erfahrbar zu machen: Sie soll nicht nur der Präsentation der Ergebnisse bereits abgeschlossener und viel diskutierter Projekte dienen, sondern Raum für die Darstellung neuartiger Fragestellungen und die Diskussion der sich noch im Entwicklungsprozess befindenden Vorhaben schaffen. Sie versteht sich vor allem als institutionalisierte Möglichkeit für einen befruchtenden kollegialen, trans- und interdisziplinären Austausch.

Mit dieser neuen Online-Publikationsreihe sollen nicht nur Tätigkeiten bestehender Forschungsschwerpunkte und -stellen, sondern die vielfältigen Forschungsaktivitäten des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften sichtbar(er) werden. Sie widmet sich zudem ganz ausdrücklich der „jungen“ Forschung im Fachbereich, d.h. den Ergebnissen herausragender Master- und Promotionsarbeiten: Mithilfe dieser neuen Online-Publikationsreihe sollen sie gewürdigt und sowohl der Wissenschaft als auch der Praxis vorgestellt werden. So vielfältig wie die Inhalte, sollen auch die Formate der Publikationsreihe sein: Von Working Papers, über Tagungsbeiträge, Berichte aus Forschungsprojekten oder Abschlussarbeiten – die Formate sollen den betrachteten Themen gerecht werden und die Breite verschiedener Aktivitäten im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften abbilden.

Die Redaktion wünscht Ihnen und Euch viel Vergnügen beim Lesen!

Manuela Weidekamp-Maicher & Fernand Hörner



3.


Danny Kröger

Politisches Handeln der Fachkräfte in der Düsseldorfer Flüchtlings-sozialarbeit

Soziale Arbeit hat ein politisches Mandat! – diese Behauptung steht im Mittelpunkt eines langen, aber bislang ungelösten Streits innerhalb von Disziplin und Profession. Weniger umstritten ist, dass die aktuelle Situation im Bereich Flucht und Asyl eine der größten Herausforderungen Deutschlands für die kommenden Jahre darstellt. Bei den Geflüchteten handelt es sich dabei um eine Personengruppe, deren Lebensumstände sehr stark von der aktuellen Politik und deren Gesetzgebung geprägt sind, die aber gleichzeitig aufgrund ihres rechtlichen Status kaum bis gar nicht in der Lage zur politischen Einflussnahme ist. Eine Verknüpfung dieser beiden Themen ermöglicht die Frage, inwiefern die Fachkräfte der Düsseldorfer Flüchtlingssozialarbeit kommunalpolitische Prozesse bezüglich des Umgangs mit Geflüchteten beeinflussen.
Vor dem Hintergrund des Diskurses um ein politisches Mandat Sozialer Arbeit sowie des Konzepts ‚Sozialarbeitspolitik‘ als theoretischem Bezugsrahmen erfolgte die empirische Auseinandersetzung mit dieser Frage mittels Expert_inneninterviews mit solchen Fachkräften. Das gewonnene Material wurde dann mithilfe des thematischen Codierens ausgewertet. Die Fachkräfte betrachten politisches Handeln demzufolge als festen Bestandteil ihres Arbeitsauftrages und gestalten es anhand von diversen Handlungsstrategien und Methoden, die auch im Konzept ‚Sozialarbeitspolitik‘ beschrieben werden. Eine besondere Bedeutung wird dabei der Öffentlichkeitsarbeit zugeschrieben. Insgesamt werfen die Forschungsergebnisse erste Schlaglichter auf unterschiedliche Aspekte politischen Handelns von Fachkräften in der kommunalen Flüchtlingssozialarbeit. Darüber hinaus werden an diesem Beispiel Möglichkeiten und Grenzen politischen Handelns von Fachkräften Sozialer Arbeit diskutiert sowie der Bedarf des Konzepts ‚Sozialarbeitspolitik‘ an weiterer Differenzierung und Weiterentwicklung aufgezeigt.

Danny Kröger (2017)


​2.

Diana Auth, Mirjam Dierkes, Simone Leiber & Sigrid Leitner

Reconciling employment and elderly care within the "adult worker model": typical arrangements of caring sons

Reconciling work and family life is one of the main issues of welfare state policies in the fields of childcare and long-term care. On that account, policy and research are focused almost exclusively on women – often on the reconciliation of work and childbearing – and social policy at the state level. In our study, we concentrate on men who reconcile gainful employment with elderly care, and we include the company level – a level of analysis often neglected in traditional theoretical approaches and typologies of comparative welfare state research.
In Germany, during the last decade, the share of sons who are responsible for taking care of their elderly relatives has remarkably increased. In our qualitative research, we carried out comparative case studies in eleven German companies. We conducted around 60 interviews with male employees caring for an elderly relative, as well as with members of the works councils and human resources departments in different kinds of companies. We analysed which familial, social, professional, legal as well as occupational resources are central for these men, how they cope with reconciling work and care, and which gaps in the welfare system they identify.
Interestingly, the overwhelming majority of the caring sons claim not to have problems in reconciling work and care, although they spend significant time on caring. In this paper we try to explain this pattern by looking at their typical care arrangements. We found that while women tend to organise employment around care, men rather seem to organise care around their employment. Given the feminist critique of the “adult worker model” this is an interesting result and needs theoretical reflection. Do men have the solution to the care-blindness of the “adult worker model” without falling into the “cold modern model of care”? Which resources are mainly used in “adult worker care arrangements”? Where are the limits of the approach?

​​Diana Auth, Mirjam Dierkes, Simone Leiber & Sigrid Leitner (2017)


1.


​Hans Leifgen


„Westliche“ Menschenrechte als allgemeingültiger Bezugsrahmen? Zur medialen Darstellung der Menschenrechtslage im muslimisch geprägten Malaysia​​​​​

Das Islambild in Deutschland wird durch Medienberichte und kontrovers geführte Menschenrechtsdiskurse mitbestimmt. Der vorliegende Artikel thematisiert exemplarisch die Menschenrechtsberichterstattung „westlicher“ Medien über eine muslimisch geprägte Region. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei die Frage, wie die Menschenrechtslage im muslimisch geprägten Malaysia in den Medien Spiegel
und Focus dargestellt und ob bzw. wie in der Berichterstattung ein Zusammenhang zwischen der Menschenrechtslage und der Religion Islam hergestellt wird. Ziel der Untersuchung ist es, auf Basis der Diskurstheorie exemplarische Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche gesamtgesellschaftlichen Bilder – insbesondere auf das Islambild in Deutschland – die Berichterstattung hat. Zu diesem Zweck diskutiert der Artikel, wie bei
der Berichterstattung Wirklichkeit konstruiert und welcher menschenrechtliche Bezugsrahmen verwendet wird.

​​Hans Leifgen (2016)


 








 


​​Teaserbild


Hinweise für Autor_innen

Die Einreichung eines Manuskripts steht jedem wissenschaftlich tätigen Mitglied des Fachbereichs frei.

Die Publikationsreihe wird zur Zeit redaktionell von Prof. Dr. Fernand Hörner und Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher betreut. ​Die Redaktion freut sich über Beiträge aus dem Fachbereich! Es empfiehlt sich, vor der Einreichung Kontakt mit der Redaktion aufzunehmen.

Wir bitten darum, die ​Hinweise_für_AutorInnen zu beachten und die entsprechenden Anlagen einzureichen!