Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

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Sozial- und Kulturwissenschaften / Symposium
07.04.2016

Innovationen für Menschen mit Demenz

​Symposium „Innovationen für Menschen mit Demenz“

Das Symposium „Innovationen für Menschen mit Demenz“ bildete eine Transferveranstaltung, die anlässlich der Halbzeit des interdisziplinären, von Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher (FB Sozial- und Kulturwissenschaften) und Prof. Dr. Christian Geiger (FB Medien) geleiteten Forschungsprojektes NutzerWelten durchgeführt wurde. Im Rahmen der Veranstaltung haben die beteiligten Forscher*innen ausgewählte Ergebnisse aus der Vorstudie SICHERHEIT sowie innovative technische Objekte aus der Vorstudie KOMMUNIKATION gegenüber Interessierten aus Wissenschaft und professioneller Praxis präsentiert. Über 100 Gäste waren der Einladung ins St. Augustinus Memory-Zentrum in Neuss zum Symposium „Innovationen für Menschen mit Demenz“ gefolgt.

Kann der Einsatz technischer Geräte (z. B. Herdüberwachung, Wassermelder, Fenster- und Türkontrolle) die Selbständigkeit und das Sicherheitsempfinden Betroffener positiv beeinflussen? Wie unterscheidet sich das Sicherheitsempfinden von Menschen mit Demenz von dem ihrer Angehörigen? Zur Beantwortung dieser Fragen wurde ein vom FB Elektro- und Informationstechnik entwickeltes Basis-Sicherheitssystem in Haushalten von Menschen mit Demenz getestet (Prof. Dr. Wolfgang Lux, Prof. Dr. Ulrich Schaarschmidt). Der Frage, wie technische Objekte konzipiert und gestaltet sein müssen, um Kommunikation anzuregen und/oder zu unterstützen, gingen die FB Medien und Design nach (Prof. Dr. Christian Geiger, Dr. Alina Huldtgren, Prof. Ton van der Laaken, Prof. Anja Vormann). Welche Wirkung der Einsatz technischer Geräte und Objekte auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen hat, wurde in einer begleitenden Evaluation durch den FB Sozial- und Kulturwissenschaften untersucht (Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher).

Potenziale und Chancen, aber auch Grenzen und Risiken des Einsatzes von Technik, auch und gerade in Bezug auf die Zielgruppe von Menschen mit Demenz wurden sowohl in den Vorträgen als auch in den zahlreichen Diskussionen und Gesprächen im Rahmen des Symposiums thematisiert.

Hier wurde noch einmal deutlich, wie wichtig interdisziplinäre Forschung für die Entwicklung technologischer Innovationen für ältere Menschen ist, insbesondere dann, wenn kognitive Einschränkungen besondere ethische Fragestellungen mit sich bringen.

Tagungsdokumentation (Präsentationen und Videomitschnitte) unter:
http://nutzerwelten.de/de/aktuelles/

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Die ProjektleiterInnen Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher und Prof. Dr. Christian Geiger stellen das Programm vor.
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Innovative technische Objekte aus der (Eigen-)Entwicklung werden präsentiert.