Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

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Sozial- und Kulturwissenschaften / Forschung, Flüchtlingshilfe, Düsseldorf
14.11.2016

Start des­ Projekts­ INTESO

Am 27.10.2016 startete das Forschungsprojekt INTESO (Integration im Sozialraum: Lokale Konzepte Vernetzung und Steuerung zivilgesellschaftlicher und institutioneller Ressourcen in der Arbeit mit Flüchtlingen) mit der konstituierenden Sitzung der Steuerungsgruppe. Mit diesem Auftakt wird auch der kooperative Charakter des Forschungsprojektes betont, das zwischen der Hochschule Düsseldorf und zwei Stadtbezirken in Düsseldorf sowie dem Büro der Flüchtlingsbeauftragten entwickelt wurde. Die beiden Stadtbezirke beteiligen sich auch finanziell an der Ausgestaltung des Projekts das im Wesentlichen vom Wissenschaftsministerium in NRW finanziert wird. Die kooperative Struktur findet auch innerhalb der HSD statt, d. h. es existiert ein Team von drei Professoren/innen (Anne van Rießen, Reinhold Knopp und Ulrich Deinet) die zusammen mit wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen (Katja Jepkens als Leiterin) die Beantwortung der untersuchungsleitenden Fragestellung fokussieren.  

 

Der Fokus des Projektes liegt erstens in der Frage, wie in zwei Stadtbezirken Düsseldorfs, die sowohl Differenzfaktoren hinsichtlich ihrer Bevölkerungsstruktur und -dichte aufweisen als auch im Hinblick auf die Bebauung und den infrastrukturellen Gegebenheiten, sich der Sozialraum „kleinräumig“ durch den Zuzug von Geflüchteten verändert. Zweitens wird so auch in den Fokus genommen, ob und wie eine intermediäre Instanz diese Veränderungsprozesse aufnehmen kann und ob diese zugleich eine Ressource für die beteiligten oder neu zu beteiligenden institutionellen und gesellschaftlichen Akteure darstellt. Dabei stehen die neu entstandenen „Welcome Points“ genauso im Mittelpunkt wie andere zivilgesellschaftliche Institutionen und Gruppierungen, die sich gebildet haben. INTESO versteht sich dabei nicht nur als Forschungsprojekt, sondern gleichwohl auch als praxisbegleitendes Projekt, in dem während der dreijährigen Laufzeit auch Impulse für die Praxis gegeben werden. Die Steuerungsgruppe wird das Projekt kontinuierlich begleiten. Am Ende soll die Entwicklung eines generealisierbaren Modells sozialräumlicher Integrationssteuerung stehen, das nicht nur für andere Stadtbezirke in Düsseldorf, sondern auch für weitere Kommunen in NRW und darüber hinaus nutzbar sein kann.

Anne van Riessen, Ulrich Deinet, Katja Jepkens, Reinhold Knopp und Kooperationspartner aus Düsseldorf
Fotograf: Michael Meyer
Anne van Riessen, Ulrich Deinet, Katja Jepkens, Reinhold Knopp und Kooperationspartner aus Düsseldorf