Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

1. Alter im Zeichen der Vielfalt

Mitarbeiterin im Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Bleck. (2017 - 2018). Sozialräumliche Analysen mit älteren Migrant_innen. Näheres zum Projekt finden Sie hier.


2. Pflegekinderhilfe und Migration

Projektmanagerin des Forschungsprojekts "Pflegekinderhilfe und Migration" in Zusammenarbeit mit dem Pflegekinderdienst der Diakonie (2017 - 2020). In diesem Projekt wird der Frage nachgegangen, inwieweit Menschen mit Migrationsgeschichte über die Pflegekinderhilfe informiert sind und wie die Zielgruppenansprache aussehen sollte, damit mehr Menschen dieser Personengruppe als Pflegeeltern gewonnen werden können.


3. Dissertationsprojekt

Betreuerinnen: Prof.in Dr. Anja Tervooren (Universität Duisburg-Essen) Prof.in Dr. Elke Kruse (Hochschule Düsseldorf)

Titel: "Kinder werden nicht erst zu Menschen, sie sind bereits welche!". Janusz Korczaks Bidl vom Kind und seine Perspektive auf das Erwachsenen-Kind Verhältnis.

Spätestens seit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention (1989) und ihrer Ratifizierung in fast allen Ländern werden Kindern Rechte zugesprochen, die ihnen Gleichbehandlung, mehr Handlungsmöglichkeiten, Partizipation, aber auch Schutz gewährleisten sollen. Im Artikel zwei wird auf die Gleichbehandlung und das Diskriminierungsverbot von Kindern aufmerksam gemacht [UN-KRK, Art.2]. In diesem Artikel bleibt jedoch unbeachtet, dass Diskriminierungen auch ausanderen Gründen, wie dem Alter erfahren werden können. Eine altersspezifische Diskriminierung kann auch aufgrund eines noch nicht erreichten Alters geschehen, d. h. aufgrund von „Minderjährigkeit“ bzw. der Zuschreibung ein Kind zu sein.
Dieser Adultismus wird u. a. damit begründet, dass das Kind schutzbedürftig ist und Maßnahmen zum Wohle des Kindes wie bspw. Altersbeschränkungen ergriffen werden müssen. Das damit einhergehende Bild eines schutzbedürftigen Kindes setzt sich trotz der aktuellen Verortung des Kindes als sozialer Akteur in weiteren pädagogischen Konzepten und damit verbundenen pädagogischen Praxen fort.

Mit dem Alter begründete Diskriminierungsformen werden sowohl in den Diskursen zur Kindheitspädagogik als auch Kindheitsforschung bislang vernachlässigt, so dass sich dieser Gedanke in der Literatur kaum niederschlägt. Umso mehr verwundert es, dass Janusz Korczak (1978-1942) in seinen Werken schon zu Anfang des 20. Jahrhunderts auf diese Form von Diskriminierung aufmerksam gemacht und Rechte des Kindes formuliert hat, die ihr entgegenwirken sollen (Das Recht auf den eigenen Tod und das Recht auf Mitsprache). Daher wird in dieser Arbeit nach Janusz Korczaks Bild vom Kind und nach seiner Perspektive auf das Erwachsenen-Kind Verhältnis gefragt, um relevante Erkenntisse für den aktuellen Diskurs zu gewinnen und ihn mit Korczaks Position zu bereichern.