Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

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Sozial- und Kulturwissenschaften / Forschung, Fachtagung
24.11.2015

Tagungsbericht Quartiersorientierung

​Intensiver A​ustausch zwischen Forschung und Praxis

​​Quartiersarbeit spielt zunehmend auch in der stationären Altenhilfe eine Rolle. Dies wurde auf der am 13.11.2015 im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften durchgeführten Tagung ‚Quartiersorientierung in der stationären Altenhilfe‘ nicht nur für die Forschenden einer aktuellen Studie in Düsseldorfer Altenpflegeeinrichtungen, sondern auch für die gut 40 Teilnehmenden – v.a. Führungs- und Fachkräfte der Altenhilfe sowie der kommunalen Verwaltung – mehr als deutlich.

So wies Prof. Dr. Sigrid Leitner von der TH Köln in ihrem Eröffnungsvortrag auf die Bedarfe und Ressourcen einer alternden Gesellschaft und die damit einhergehenden Perspektiven für die Soziale Arbeit hin bevor im Weiteren der Projektleiter der Studie, Prof. Dr. Reinhold Knopp von der HS Düsseldorf, den Bedeutungszuwachs von Quartierskonzepten in der Altenhilfe und Seniorenarbeit erläuterte. Im zweiten Teil der Fach- und Praxistagung wurden die Ergebnisse der Düsseldorfer Studie ‚Sozialräumliche Bezüge in der stationären Altenhilfe‘ von Prof. Dr. Christian Bleck und Anne van Rießen vorgestellt und im Anschluss in fünf Arbeitsgruppen angeregt diskutiert sowie um konkrete Ideen im Hinblick auf praktische Umsetzungen ergänzt.

Deutlich wurde sowohl in den Ergebnissen der Studie als auch in den Arbeitsgruppen, dass in den stationären Altenhilfeeinrichtungen in Düsseldorf einerseits bereits vielseitige Bezüge und Öffnungen zum Quartier existieren (z.B. institutionelle Kooperationen sowie Raum- und Angebotsnutzungen durch Quartiersbewohner_innen). Andererseits war jedoch auch festzuhalten, dass ‚Quartiersorientierung‘ in der alltäglichen Arbeit in der Altenhilfe häufig eher diffus bleibt und einer konkreteren konzeptionellen wie strukturellen Berücksichtigung auf den verschiedenen Ebenen bedarf. Hierzu lieferten auch die Resultate aus den Arbeitsgruppen – differenziert für verschiedene Perspektiven (u.a. von Leitung, Fachkräften, Ehrenamtlichen und Bewohner_innen) – zahlreiche Beispiele und Hinweise. Auf diesem Wege förderte das Tagungsformat, das sich bewusst an einen begrenzten und in der Fachpraxis und Verwaltung tätigen Teilnehmenden-Kreis aus dem Düsseldorfer Raum richtete, einen produktiven Austausch zwischen ‚Forschung‘ und ‚Praxis‘, an dessen Ergebnisse auf beiden Seiten angeschlossen werden soll.

Die Vorträge und Arbeitsgruppenergebnisse der Tagung sowie Informationen zu dem in Kooperation mit dem Amt für soziale Sicherung und Integration der Landeshauptstadt Düsseldorf durchgeführten und aus Mitteln der hochschulinternen Forschungsförderung sowie der Dr. Rennebom/ Dr. Rützel Stiftung finanzierten Forschungsprojekt finden Sie hier:

http://soz-kult.hs-duesseldorf.de/personen/b​leck/forschungsprojekte

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