Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

Kooperation mit der University for Development Studies (UDS), Tamale/ Ghana

Seit acht Jahren verbindet die Hochschule Düsseldorf, Fachbereich Sozial und Kulturwissenschaften und die University for Development Studies Tamale/ Ghana (UDS) eine Partnerschaft, die von Prof. Walter Eberlei koordiniert wird. Von 2013–2016 wurden in diesem Rahmen gemeinsame Seminare auf der Ebene der Masterstudiengänge Empowerment Studies (HSD) und Development Education (UDS) konzipiert, die mit dem Verleih eines „Double Degrees“ abgeschlossen wurden. Diese Phase wurde mit rund 200.000 Euro durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. (Nähere Informationen zum Double Degree Programm finden Sie hier)


Im Studienjahr 2017 geht die Zusammenarbeit zwischen HSD und UDS nun in eine neue Phase. Hierfür entwickelten die beiden Partnerhochschulen ein Konzept für eine Kooperation im Bereich E-Learning, das im Sommersemester 2017 und Wintersemester 2017/18 in einer Pilotphase implementiert wird. Diese Lehrinnovation wird durch ein "Fellowship für Innovation in der digitalen Hochschullehre" „des Wissenschaftsministeriums NRW und des Stifterverbandes mit 50.000 Euro finanziell gefördert.Die neue E-Learning-Kooperation beinhaltet die Entwicklung gemeinsamer Lehrelement ein ausgewählten Seminaren der Masterstudiengänge Empowerment Studies (Schwerpunkt Entwicklungspolitik) und Development Education, die von Lehrenden der HSD und der UDS gemeinsam im „Co-Teaching“ organisiert werden. Die im Co-Teaching gestalteten Online-Einheiten werden mit verschiedenen didaktischen Methoden aufbereitet und auf einer gemeinsamen Lernplattform (moodle) zur Verfügung gestellt und von den Masterstudierenden der HSD und der UDS gemeinsam studiert.
Das große Potential des E-Studiums besteht darin, dass es eine relativ niedrigschwellige Möglichkeit des wissenschaftlichen Austausches und des gegenseitigen Lernens zwischen globalem Norden und Süden schafft. Die Studierenden aus beiden Ländern erhalten die Möglichkeiten die jeweiligen fachlichen und wissenschaftlichen Diskurse des Partnerlandes zu antizipieren und die eigenen Konzepte und professionelle Identität vor diesem Hintergrund kritisch zu reflektieren. Digitale Interaktionsphasen in den Online-Einheiten er möglichen den Studierenden zudem einen interkulturellen Austausch über entwicklungspolitische Themen.
 

Die Kurse und Lehrenden des Kooperationsprogrammes im Sommersemester 2017:

MES 1.2.1. Human Rights and Development:

Andrea Kämpf (HSD) and Dr. Mohammed H. Bolaji (UDS)


MES 3.2.1. Community Development – Theories and Practice:

Dr. Talia Vela-Eiden (HSD) and Prof. Dr. Agnes Atia Apusigah (UDS)
 

MES 3.2.2. Empowerment – Approaches for Advocacy and Participation:

Dr. Talia Vela-Eiden (HSD) and Dr. Florence Bamora (UDS)
 

MES 4.2. Democracy and Good Governance: Shrinking Spaces for Civil Society in Africa:

Prof. Dr. Walter Eberlei (HSD) and Dr. Sulemana A. Achanso (UDS)


Kooperation mit der der School of Social Work der University of Connecticut, Hartford/ USA

Seit dem WS 2016/17 verbindet der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, insb.der Master Empowerment Studies eine Kooperation mit der School of Social Work der University of Connecticut in Hartford/ USA. Ausgehend von der Zusammenarbeit startet im WS 2017/18 das Kooperationsprojekt Learning About the Holocaust, Genocide and Human Oppression in Transatlantic Dialogue.


Learning About the Holocaust, Genocide and Human Oppression in Transatlantic Dialogue


Das Erinnern an den Holocaust als das von Deutschen maßgeblich verantwortete Großverbrechen des 20. Jahrhunderts hat in der Bundesrepublik Deutschland in zwischen zahlreiche unterschiedliche Praktiken der Erinnerung sowie Ansätze und Projekte des historischen Lernens hervorgebracht. Diese widmen sich nicht nur der Vermittlung historischen Wissens und der Förderung des Verstehens der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die den Holocaust ermöglicht haben, sondern zielen vielfach auch darauf ab, einer Wiederkehr von Antisemitismus und Rassismus entgegenzuwirken.
 
An den Holocaust als Großverbrechen wird nicht nur in Deutschland erinnert; in vielen anderen Gesellschaften sind Orte der Mahnung und Erinnerung entstanden, wird das Thema in Schule und Hochschule behandelt und gilt als Bezugspunkt einer an Menschenrechtenorientierten Gestaltung von Gesellschaft und Gemeinwesen. Dabei erwerben Menschen unterschiedlicher sozialer und regionaler Herkünfte und unterschiedlichen Alters auch Kenntnis über die deutsche Geschichte. Zugleich blicken diese Staaten auf ihre eigene Geschichte und damit auf Verbrechen und Unterdrückungspraktiken zurück, die beispielsweise im Zuge des Kolonialismus oder der Eroberung fremder Territorien begangen wurden. Die jeweiligen Praktiken des Erinnerns und der Auseinandersetzung mit der je eigenen Nationalgeschichte einerseits und dem Holocaustals über greifendem Gegenstand an dererseits werden freilich nur selten ins Gespräch miteinander gebracht.
 
Zielsetzung des Projekts
 
Das Projekt Learning About the Holocaust, Genocide and Human Oppression in Transatlantic Dialogue möchte Studierenden aus den USA und Deutschland in gerade diesem Dialog der doppelten Perspektiven zusammenführen und so ermöglichen, dass Studierende aus den USA sich nicht nur in den USA und in Deutschland an Orten der deutschen Geschichte mit dieser befassen,sondern dies im Dialog mit Studierenden aus Deutschland tun. Zugleichs in diese aufgefordert, sich mit zentralen Strängen der US-Geschichte – etwa Sklaverei, Rassentrennung, Genozid gegenüber der indigenen Bevölkerung – im Dialog mit den Studierenden aus den USA zubefassen.
Beide Gruppen befassen sich an historischen Orten und an/ in Stätten der Erinnerung in den USA und in Deutschland mit der jeweils eigenen Geschichte, aber auch mit der anderen. Dabei geht es nicht darum, diese zu vergleichen, sondern das Spezifische und das Allgemeine kennenzulernen, herauszuarbeiten und in Beziehung zu setzen.
Das Projekt ist ein gemeinsames Projekt zwischen der Hochschule Düsseldorf HSD (Projektleitung: Prof. Dr. Fabian Virchow) und der School of Social Work der University of Connecticut (Projektleitung: Ass. Prof. Dr. Lisa Werkmeister Rozas) und sieht eine Reise einer Studierendengruppe aus den USA nach Deutschland im Januar 2018 und eine Reise von Studierenden aus Deutschland in die USA im April 2018 vor. In beiden Fällen nehmen die Studierenden aus den USA und aus Deutschland am Gesamtprogramm im jeweiligen Landteil; damit der Dialog tatsächlich intensiv stattfinden kann, sollen die selben Studierenden an beiden Teilen des Studierendenaustausches teilnehmen.


Ansprechpartner*in: Sara Madjlessi-Roudi (sara.madjlessi-roudi@hs-duesseldorf.de)