Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

​​​​​​​Ehrenamt der Zukunft: Förderung der Selbstbestimmung und Teilhabe Älterer im Stadtteil​ (EZuFöST)


Hintergrund: ​​Zahlreiche ältere Menschen werden gegenwärtig durch ehrenamtlich Engagierte dabei unterstützt, ihre gesellschaftliche Teilhabe sicherzustellen und damit einer Vereinsamung entgegenzuwirken. In letzter Zeit ist zu beobachten, dass die Anzahl jener steigt, die eine Unterstützung wünscht und benötigt, jedoch gleichzeitig die Anzahl jener sinkt, die sich in den vorhandenen Strukturen ehrenamtlich engagieren wollen bzw. können. Die Folgen sind lange Wartelisten, die dazu führen, dass Vereinsamung und Isolation älterer Menschen zunehmen, während ihre Selbstbestimmung und Teilhabe im Quartier abnehmen.

Absehbar ist also, dass sich Strukturen und Prozesse im Ehrenamt wandeln müssen, damit ältere Menschen nicht nur punktuell und zufällig Unterstützungsleistung im Hinblick auf die Teilhabe an Gesellschaft angeboten werden können. Dieser Wandel stellt eine große Herausforderung dar,
sowohl für die älteren Menschen als Nutzer_innen, als auch für ehrenamtliche Engagierte und für jene Wohlfahrtsverbände, die ehrenamtliche Beteiligung ermöglichen, organisieren und vermitteln.

Inhalte: Dass sich ehrenamtliches Engagement verändert, wird bei den Kölsch Hätz Nachbarschaftshilfen deutlich. Kölsch Hätz vermittelt über ehrenamtliche Koordinator_innen „Besuchsdienste“ zwischen älteren, isoliert lebenden Menschen, die einen Besuch wünschen, sowie ehrenamtlichen Engagierten. Dabei zeigt sich, dass sich zunehmend weniger ehrenamtliche Engagierte eine solche Form des Ehrenamts vorstellen können.

Während also etabliertes Ehrenamt nicht mehr besetzt werden kann, sind z.B. im Zuge des Zuzugs von Geflüchteten neue Ehrenamtsformen entstanden, in denen sich spezifisch auch jene beteiligen, die sich bisher nicht oder kaum beteiligt haben. Damit verbunden stellt sich die Frage, wie auch im Hinblick auf die Zielgruppe der älteren und isoliert lebenden Menschen ein „neues Ehrenamt“ geschaffen werden kann, das gleichzeitig attraktiv und flexibel für die Engagierten und auch verlässlich-wirksam für die Nutzer_innen selber ist.

Ziel: Das Projekt möchte unter Beteiligung der Nutzer_innen, Ehrenamtlichen und Wohlfahrtsverbände ein Modell-Konzept dafür entwickeln, wie ein flexibles und zugleich verlässlich-wirkungsvolles Ehrenamt ältere Menschen auch zukünftig unter veränderten Rahmenbedingungen bei ihrer gesellschaftlichen Teilhabe unterstützen kann.

Vorgehen: Zu Beginn werden Interviews mit ehrenamtlich Engagierten, mit älteren Menschen und deren Angehörigen sowie mit Ehrenamtskoordinator_innen geführt. Aufbauend auf den Ergebnissen werden Ideen zu Strukturen und Bedingungen für ein neues Ehrenamt entwickelt. Diese Projektideen werden in der Praxis erprobt, in einer kontinuierlichen wissenschaftlichen prozessbegleitenden Analyse überprüft und daraus schließlich das o.g. Modell-Konzept entwickelt.





Träger des Forschun​gsprojektes

Caritasverband für die Stadt Köln e.V.
in Kooperation mit der Hochschule Düsseldorf


Proje​​​ktleitung

Hermann-Josef Roggendorf
Caritasverband für die Stadt Köln e.V.
Bartholomäus-Schink-Str. 6
50825 Köln
Tel. +49 (0)221 5695-7820
​hermann-josef.roggendorf@caritas-koeln.de​​


 

Wi​​​ssenschaftliche Projektleitung, Hochschule Düsseldorf

Prof. Dr. Anne van Rießen
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften​
Münsterstraße 156
40476 Düsseldorf
Tel. +49 (0)211 4351-3336
anne.van_riessen@hs-duesseldorf.de


 

Wissenschaftl​iche Mitarbeiterin, Hochschule Düsseldorf

Katja Jepkens, M.A.
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften​
Münsterstraße 156
40476 Düsseldorf
Tel. +49 (0)211 4351 3336
katja.jepkens@hs-duesseldorf.de​


 

Laufzeit​​

März 2019 - Februar 2022


 

Förderer:​​​​

Stiftung Wohlfahrtspflege NRW